Totenwache

Wenn man dann mit der Leiche allein sein kann, ist es gut mit ihm zu sprechen. Man kann ja so anfangen: „Du, wenn du mich verstehst, dann möchte ich dir noch das Folgende sagen.“ Dann kann man sich verabschieden. Noch mal dankbar sein, für das, was man zusammen gemacht hat. Man kann darüber sprechen, was einem vielleicht leid tut, man kann sagen, dass man dem Toten vergibt, wenn er vielleicht einen verletzt hat oder etwas anderes gemacht hat., worüber man ärgerlich war. Meistens fällt Vergebung leicht, wenn der andere gestorben ist. Dann kann man das auch vom Herzen ausdrücken. Wenn man das Gefühl hat, selbst etwas falsch gemacht zu haben, kann man ausdrücken, dass es einen reut, und um Verzeihung bitten. Und dann kann man auch darüber sprechen, was jetzt mit dem Menschen geschieht. Ihr könnt dann auch so sagen: „Du ich hab mal ein Buch über Reinkarnation gelesen, ich war bei einem Vortrag über Reinkarnation dabei; ich habe mich länger mit Reinkarnation beschäftigt. Nachdem was ich da gelesen bzw. gehört habe, passiert Dir jetzt folgendes.“ Das könnt Ihr dann ausbauen. Und weiter: Ich habe ich gehört, dass es gut wäre wenn du jetzt an Gott denkst oder einen Namen Gottes oder ein heiliges Gedicht oder Gebet sprichst, so dass du nachher in höhere Ebenen gehst. Es wäre jetzt gut, wenn du jetzt nicht versuchst auf der physischen Ebene noch etwas zu regeln und mit anderen Menschen oder Kontakt aufzunehmen. Ich weiß, dass Tante So und So trauert und so weiter. Ich möchte dich bitten, dass du dich darum weniger kümmerst, ich werde mich um die Menschen kümmern. Deine Aufgabe ist es jetzt eine andere: sobald du siehst, dass sich ein Lichtkanal dort jetzt öffnet, lass dich von den Lichtwesen in die höhere Ebene führen.“ So oder so ähnlich könnt ihr sprechen.  im schlimmsten Fall hört der Verstorbene nichts und ihr habt wenigstens etwas mehr Frieden in Eure Seele gebracht. Wahrscheinlich ist, dass er oder sie es mitkriegt und, dass für sie das etwas sehr Wertvolles ist. Bei den Tibetern wird die Tage nach dem Tod dem Verstorbenen das ganze tibetanische Totenbuch vorgelesen. Obgleich die Menschen sich schon vorher damit beschäftigt haben, wird nach dem Tod das ganze Totenbuch vorgelesen. Dort wird alles erzählt, was im Moment des Todes geschieht, durch welche Zwischenstadien sie vielleicht hindurch gehen und wie sie sie dort durchgehen. Die Vorstellung ist dort, dass die Menschen dann bis zum Nirwana geführt werden können.
Auch in unseren Breiten sind Totenmesse, gebet für die Toten und kirchliche Bestattung üblich. Auch das hilft der verstorbenen Seele.

Reinkarnation und Leben

 

14. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Die erste Ebene nach dem Tod – Bhur Loka

Im Moment des Todes verlässt die Seele mit dem Astral- und dem Kausalkörper den physischen Körper und geht ein in die Bhur Loka. Beim Übergang sieht der Sterbende oft wie in einem Zeitraffer noch mal sein ganzes Leben Revue passieren. Er weiß, was er alles erlebt hat, was seine Aufgaben waren, wo er diese gut bewältigt hat, und wo weniger gut. Das ist wie das „jüngste Gericht“, von dem in der Bibel berichtet wird. Dann verlässt die Seele den physischen Körper und sieht alles, was auf der physischen Ebene geschieht, von oben. Dieser Zustand wird Bhur Loka genannt.
In Bhur Loka hat der Mensch zwar den physischen Körper verloren. Aber er nimmt noch alles wahr, was es auf der physischen Ebene gibt. D.h. er sieht die Menschen, die dort sind, er hört, was sie sprechen, er spürt vielleicht die Liebe, die Energie, die Gedanken, die Menschen ausstrahlen. aber er kann keine telepathischen Gedanken lesen und ist angewiesen auf physische Kommunikation, dass man mit ihm oder ihr spricht. Und so wird empfohlen, wenn ein Mensch gestorben ist zu dem man eine enge Beziehung hatte, dass man mit dem noch mal physisch spricht, insbesondere wenn man nicht die Möglichkeit hatte vorher sich intensiv mit ihm zu unterhalten.
Wenn es möglich ist, ist es gut, mit dem physischen Körper, der jetzt tot ist, allein zu sein. Früher gab es ja die Nachtwache und es war sogar so, dass die abwechselnd war, dass jeder aus der Familie ein paar Stunden mit dem Verstorbenen allein war. Wenn man das kann, ist das ein Geschenk. Rechtlich ist es so,  dass man das Recht hat, den Toten einen Tag lang bei sich zu behalten oder aus dem Krankenhaus nach Hause zu bringen und ihn zu Hause im Wohnzimmer, oder wo auch immer, aufzubahren. Das wissen die wenigsten, aber es ist ein gesetzlich verbrieftes Recht. Es ist nicht nötig, dass der Tote aus dem Krankenhauszimmer sofort in die Kühlkammer geschoben wird und dort bis zur Beerdigung bleibt. Das ist natürlich für die Ärzte leichter. Für Ärzte ist der Tod, interessanterweise genannt Exitus also Ausgang, eine Niederlage und die will man schnell aus den Augen haben. Gut ist es, wenn man eben die Möglichkeit hat, mit dem Verstorbenen noch allein zu sein. Manche Krankenhäuser erlauben es auch, dass das Krankenzimmer noch einen Tag reserviert bleibt oder der Tote in ein leeres Zimmer rein geschoben wird, dann braucht man ihn nicht nach Hause zu transportieren.

 

13. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Leben nach dem Tod

Wenn der physische Körper verlassen ist, dann geht die Seele durch verschiedene feinstoffliche Welten.
Es gibt in den indischen Schriften verschiedene Einteilungen. Es gibt die Einteilung in Ebenen, in 14 Ebenen oder in 3 Ebenen. Ich will mich jetzt mit 3 Ebenen begnügen. Bhur Loka, Bhuva Loka und Swah Loka. Wenn euch die Einteilung in mehr Ebenen interessiert könnt ihr etwas finden in dem Buch von Swami Sivananda „What becomes of the soul after death“. Ich glaube für unsere Zwecke reicht es aus, wenn wir hier von drei Ebenen sprechen. Bhur loka ist die erdgebundene Astralebene, die Erdnahe Astralebene. Zweitens gibt es Bhuvah loka, das wäre die höhere Astralebene. Drittens gibt es Swah loka. das ist jenseits der Astralebene, das würde der Kausalebene entsprechen. Einige von Euch kennen auch das Gayatri Mantra, da wird auch Om Bhur Bhuva Swah gesungen. (rezitieren).
bhur ist eigentlich die Erdebene, die physische Ebene, aber auch die erdnahe Astralebene. Bhuva Loka ist dann die mittlere und höhere Astralebene, Swah Loka ist die Kausalebene.

Tod

12. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Hilfe im Moment des Todes

Im Moment des Todes kann man das Om Tryambakam wiederholen. das ist ein Mantra, das sowohl Schutz gibt, als auch heilend ist. Das Om Tryambakam ist ein richtiges Vielzweck-Mantra. Wenn ein Mensch karmisch gesehen gesund werden kann, dann hilft das Om Tryambakam für die Genesung. Es ist ein Mantra, was auf den Reisen Kraft gibt. Und es eben auch auf dieser so genannten letzten Reise, welche ja nach Yogatheorie nicht wirklich die letzte Reise ist. So kann man also das Om Tryambakam wiederholen.
Ich habe es selbst nicht miterlebt, aber es wurde mehrmals berichtet, wie jemand in einem Yogazentrum gestorben ist und dann alle rundherum gesessen haben  und dass derjenige, der den Körper verlassen hat richtig gestrahlt hat. Man konnte dort ein großes Licht sehen, fast so als ob es physisch wäre wahrzunehmen.
Er hat dann mit einer sehr großen Würde und Licht den Körper verlassen.
Wenn der Mensch nicht für indische Spiritualität offen ist, kann man still für den Menschen beten. Wenn er einer anderen Tradition angehört, kann man in der Tradition beten oder ein entsprechendes Ritual ausführen.
Ich werde jetzt drei Mal das Om Tryambakam rezitieren. Wer jemanden kennt, der vor kurzem verstorben ist, kann an  diesen Menschen denken und sich vorstellen, dass er ihm licht und Energie schickt.

Reinkarnation, Wiedergeburt

11. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Sterbebebleitung, Sterbehilfe

Wie hilft man jemandem, der weiß, dass er bald sterben wird?

Wenn ihr einen Menschen kennt, der todkrank ist oder anders weiß, dass er bald sterben wird, gibt es ein paar Dinge, die Yogis empfehlen. Zum einen würde ich euch empfehlen eins der Bücher über Sterbebegleitung zu lesen, z.B. von Elisabeth Kübler-Ross. Da gibt es aus der  Erfahrung der Sterbebegleitung von westlichen Menschen, die gut anwendbar sind. Es gilt als gut, mit dem Menschen über den Tod zu sprechen. Es ist Menschen, die wissen, dass sie bald sterben ein großes Bedürfnis darüber zu sprechen. Leider wollen die meisten Lebenden das nicht. Sie denken, den Sterbenden ist das unangenehm darüber zu sprechen, man will ihn nicht daran erinnern.  Also spricht man nicht darüber und wenn er anfängt darüber zu sprechen lenkt man ihn ab. Und der Sterbende hat das Gefühl, dass es dem Lebenden unangenehm ist, darüber zu sprechen.  Er hat oft kein dringenderes Bedürfnis als darüber zu sprechen und dann kann er diesem Bedürfnis nicht Rechnung tragen. Früher war es einfach, dann haben die Menschen mit dem Pfarrer gesprochen, das war die selbstverständliche Ansprechperson. Ich weiß es auch von meiner Großmutter, die eigentlich keine religiöse Frau war, zumindest solange ich sie gekannt hatte. Aber während ihrer letzten beiden Jahre, wo es so aussah, als ob sie jederzeit sterben könnte, hat sie wieder regelmäßig mit dem Pfarrer gesprochen, mit dem Krankenhauspfarrer. Sie hat so langsam mit dem Leben abschließen können und wieder eine Beziehung zu Gott aufgebaut. Wenn jemand eben ein bisschen gläubig ist, dann ist es durchaus gut zu ermutigen mit dem Menschen über seinen Glauben zu sprechen. Wenn es ein christlich gläubiger Mensch ist, kann man versuchen den Pfarrer zu einem Haus- oder Krankenhaus besuch zu bitten. Wenn das mit dem Sterbenden okay ist kann man auch mit ihm über Reinkarnation sprechen, vielleicht diese Kassette ihm geben, vielleicht Bücher über Reinkarnation und spirituelles Leben schenken. Menschen sind ab dem Zeitpunkt, wo sie wissen, der Tod ist relativ nahe, meist sehr offen und empfänglich. Die Erfahrung habe ich mit Sterbenden gemacht und viele andere haben mir das auch erzählt. An  eine Frau erinnere ich mich, die auch ein Yogazentrum geleitet hat. Ihr Vater war ihr Jahrzehnte lang böse gewesen, weil sie nicht das Lebensmittelgeschäft übernehmen wollte, welches seit drei oder vier Generationen im Familienbesitz war. Sie ist stattdessen in einen Yogaverein gegangen. Der Vater hat dann irgendwann Krebs bekommen. Sie blieb mit ihm die Wochen vor dem Tod. Sie hat mit ihm dann viel über Tod und Reinkarnation gesprochen. Kurz vor seinem Tod hat er ihr gesagt: du hast das Richtige gemacht und danke. Du hättest mir nie so helfen können, wenn du unser Geschäft übernommen hättest.
Da ist also oft eine Offenheit da, über Leben nach dem Tod zu sprechen, über Tod zu sprechen, über spirituelle Fragen, über religiöse Fragen zu sprechen. Natürlich sollte man das nicht mit einem fanatischen Einklang tun, jetzt musst du endlich an Gott denken, sonst kommst du in die niederen Astralebenen und wirst als Ameise wiedergeboren oder bekommst ganz schlechtes Karma. Ich hoffe, ihr macht das alle mit Einfühlsamkeit, mit Mitgefühl. Fanatismus ist ja glücklicherweise heute unüblicher. Vor 20 Jahren gab es immer eine Neigung zu einem gewissen Fanatismus, wenn man von etwas überzeugt war. Inzwischen ist es mindestens in neuspirituellen Kreisen üblich, dass man weiß, dass man mit Einfühlsamkeit vorgehen sollte und niemandem etwas aufzwingen sollte. Es gibt Sterbende, die wollen nicht über Tod und Gott sprechen. Dann erzählt ihnen bitte nicht so viel über Widerstände, die sie jetzt endlich überwinden sollten. Erschlagt sie nicht mit psychotherapeutischen oder pseudospirituellen Worten. Achtet die letzten Wünsche eines Sterbenden.

Vielleicht eine kleine Bemerkung am Rande: Wenn ihr jemanden habt, der euch wertvoll ist und der vielleicht ein gewisses Alter hat dann nehmt euch mal die Zeit mit ihm oder ihr mal tiefer zu sprechen. Irgendwann kann es zu spät sein. Es hilft einem, einen Menschen loslassen zu können, wenn man das Gefühl hat, dass nichts versäumt wurde.

Reinkarnation und Leben

10. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Reinkarnation im Tierleib?

Alte indische Schriften halten es sogar für möglich, dass wenn man im Moment des Todes zu stark an ein Tier denkt, oder sehr starke Wünsche hat, die im Tierkörper leichter befriedigt werden können, dass man sich im nächsten Leben als Tier inkarniert. Da gibt es jetzt einige, gerade im Westen, die auch wenn sie Reinkarnation für möglich halten, jetzt vehement den Kopf schütteln. Denn in unserer historischen westlichen Zivilisation wird ein ganz großer Bruch gemacht zwischen Tieren und Menschen. Vom Standpunkt vieler christlicher Theologen haben die Tiere keine Seele. nur der Mensch hat eine Seele. Deswegen sind Tiere nach dem BGB Sachen, die man quälen kann, die man besitzen kann, die man schlachten kann, die man essen kann, mit denen man Experimente ausführen kann. Aber die moderne Biologie entspricht durchaus dem, was die Yogis sagen: Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist zwar schon entscheidend ist, aber auch nicht so riesengroß. Auch ein Tier hat Emotionen, auch ein Tier hat Gefühle, ein Tier kann Hass empfinden, kann Ärger empfinden, kann Mitgefühl empfinden, kann sich für andere aufopfern, hat Liebe zu seinen Nachkommen, mag einige andere Tiere, mag einige andere Tiere nicht, hat Treue. Also die Unterschiede zwischen Menschen und Tieren sind auf diesen Ebenen nicht so gravierend. Der Hauptunterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass der Mensch den Intellekt hat, die Vernunft, den freien Willen, das Unterscheidungsvermögen und die Fähigkeit systematisch an sich selbst zu arbeiten, zu planen. Das haben jetzt die Tiere erst mal nicht. Angenommen, ein Mensch hat ein Leben geführt, das hauptsächlich sinnlich ausgerichtet war, wo er nur in seinen Emotionen lebt, der Befriedigung seiner Sinne frönt und ein einfaches Leben führen wollte, dann kann es sein dass er das als Mensch nicht so konnte, wie er das gerne wollte. Das kann er ja viel einfacher als Tier. Wenn ein solcher Mensch im letzten Moment seines Lebens an ein Tier denkt, dann, so heißt es, kann er sich noch mal in einem Tierleib inkarnieren. Das Gilt aber als Ausnahme. Die Anthroposophen und manche westliche Esoteriker, deren Reinkarnationstheorie ansonsten der yogischen sehr ähnlich ist, würden sogar sagen, dass ein Mensch sich nicht mehr als Tier inkarniert. Die indischen Schriften in Hinduismus und Buddhismus sagen, dass die große Mehrheit sich im nächsten Leben als Mensch inkarniert. denn es ist letztlich nicht nur ein Kreislauf von Geburt und Tod. Es ist vielmehr eine Spiralförmige Evolution, die sich dann fortsetzt über viele Leben.  Und wenn man mal Mensch ist, dann ist es wahrscheinlich, dass man in nächsten Leben Mensch bleibt. Aber es heißt, dass es auch anders sein kann. Man kann auch noch einen anderen Vergleich anbringen: der kälteste Monat im Jahr ist normalerweise der Januar, ich glaube so um den 15. Januar herum ist in Mitteleuropa so die kälteste Zeit und dann wird es immer wärmer, bis es dann irgendwann um den 15.Juli am wärmsten ist. Aber es ist keineswegs so, dass es jeden Tag um 0,1 Grad wärmer wird, sondern es gibt ein gewisses Auf und Ab. es wird mal wieder ganz warm und kalt werden, obgleich es insgesamt sechs Monate lang wärmer wird. So ist Evolution und Entwicklung in der Natur selten etwas ganz geradliniges, sondern es geht in verschiedenen Höhen und Tiefen. Die indische Lehre von der Möglichkeit der Reinkarnation im Tierkörper hat vermutlich auch einen praktischen Vorteil. Es führt zu mehr Achtung gegenüber den Tieren. Der Mensch ist nicht so viel anders wie das Tier. Die Kuh, die vor einem steht, könnte auch die eigene Großmutter gewesen sein, deswegen wird man sie mit etwas mehr Achtung behandeln. In Pflanzen inkarniert man sich eher nicht. Es gibt aber in den alten Schriften der Puranas noch Ausnahmen, wo man sich in einen Baum inkarniert. Aber, das sind jetzt die großen Ausnahmefälle. Der Reinkarnationsforscher Ian Stevenson und auch die Reinkarnationstherapeuten haben meines Wissens niemanden interviewt, der sich an einem Leben in einem Tier erinnert. Wenn man also am Schluss an Katze gedacht hat, dann  ist es wahrscheinlich, dass man im nächsten Leben in eine Familie geboren wird, in der Katzen eine große Rolle spielen. Oder wenn man im letzten Moment daran denkt, dass man das doch nicht erreicht hat, der Top Geiger zu werden, dann kann es sein, dass man im nächsten Leben recht früh anfängt Geige zu spielen und dann den Enthusiasmus hat ein noch viel besserer Geigespieler zu werden als im vorherigen Leben. Die letzten Gedanken sind also sehr wichtig. Wenn es einem darum geht zur Befreiung, zur Selbstverwirklichung, Gottverwirklichung zu kommen, dann ist es gut, wenn man zum Schluss an Gott denkt, oder an das Unendliche, an das Ewige, an das Absolute. Das führt dann dazu, dass man dann in höhere Ebenen geht und entweder ganz zur Befreiung  kommt oder wenn man noch nicht ganz so weit war, man dann im nächsten Leben relativ früh in Kontakt mit Yoga kommt. Vielleicht schon mit 15, 20 Jahren oder so. Vielleicht wächst man sogar in einer Familie auf, wo die Eltern Yoga praktizieren und man kann relativ zügig dort weitergehen oder was auch immer der spirituelle Weg sei. Es muss ja nicht nur Yoga sein. man kann über verschiedene Leben auch verschiedenen spirituellen Traditionen folgen, um sich ganzheitlich zu entwickeln.

Es gibt nur ein Problem, wenn man stirbt: Man hat da die Gedanken nicht so unter Kontrolle, dass man bewusst an das denken kann, was man will. Vielmehr werden die Dinge an die Oberfläche des Geistes kommen, die einem in diesem Leben besonders wichtig gewesen sind oder die im Leben besonders stark gewesen sind.
Das ist einer der Gründe, weshalb viele großen Meister geraten, dass man jeden Tag mindestens 20 Minuten mit einer und derselben Meditationstechnik, vorzugsweise mit einem Mantra, meditiert. Und das Mantra auch am Tag immer wieder wiederholt. Wenn man jeden Tag so viele Minuten konzentriert und auch unbewusst an das Mantra denkt, wird der Gedanke an das Mantra zum stärksten Gedanken in seinem Leben. Und dieser kommt dann im Moment des Todes ganz von selbst und verhilft zu einem angenehmen Tod und einen guten Übergang in höhere Ebenen des Seins.

Wiedergeburt

9. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Letzter Gedanke für den Tod

Die Yogatheorie sagt, dass der letzte Gedanke vor dem Tod besonders wichtig ist. Er hat einen großen Einfluss darauf, wo man in der Astralwelt ankommt, wie lange man dort verbringt, und wo man im nächsten Leben wiedergeboren wird. Wenn  jemand z.B. in der Todesstunde an seine Katze denkt, wird er im nächsten Leben in einer Familie geboren werden, wo Katzen eine wichtige Rolle spielen. Wenn er an Geld denkt, wird er in eine Familie geboren werden, wo Geld eine große Rolle spielt. Je nach sonstigem Karma kann es sein, dass die Familie kein Geld hat, oder dass sie sehr viel hat, aber nie zufrieden damit ist. Wer zum Schluss an seine Hinterbliebenen denkt, wird so lange in der Astralebene bleiben müssen, bis alle, an die er gedacht hat, auch gestorben sind. Wer zum Schluss an seine verstorbenen Angehörigen denkt, wird von ihnen empfangen werden, soweit sie noch auf der Astralebene sind. Und später inkarniert man sich zusammen mit der ganzen Familie/freunde etc., wenn auch in anderen Beziehungskonstellationen als vorher.

Reinkarnation und Leben

8. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Ideales Sterben

Was kann man machen, wenn man stirbt?

In der Bhagavad Gita wird beschrieben, wie ein idealer Sterbevorgang aussieht: Der Sterbende zieht den Geist zurück von allen äußeren Objekten. Er zieht den Geist nach innen, erst mal zum Herzen hin, zieht dann die Achtsamkeit hoch zum Punkt zwischen den Augenbrauen, wiederholt sein persönliches Mantra und mit dem Mantra im Geist und im Bewusstsein von Gott verlässt er den physischen Körper über das Ajna Chakra (drittes Auge) oder das Sahasrara Chakra (Scheitelzentrum). Wenn man das macht, kann man nachher in die höheren Astralebenen oder sogar Kausalebenen gehen, muss vielleicht noch nicht mal wiedergeboren werden.

Die meisten Menschen denken im Moment des Todes nicht an solche erhabenen Dinge. Selbst wenn sie vorher wissen, was im Tod auf sie zukommt, denken sie eher an die verstorbenen Verwandten. Sehr Verhaftetete denken an all das, was sie nicht loslassen können, wie Firma, Haus, Hobby-Sammlungen, und mehr noch die Zurückgebliebenen Familienmitglieder. Relativ viele Menschen lösen sich in den Minuten vor dem Tod von dem, was sie so festhält. Sie denken dann an die verstorbenen Verwandten. Dadurch, dass sie an die verstorbenen Verwandten denken, geschieht es, dass die verstorbenen Verwandten, die schon auf den höheren Ebenen der Astralebene sind, merken, dass dort jemand aus der Familie oder jemand ihnen Nahestehendes stirbt. Sie gehen sie dann auch etwas näher, um den Verstorbenen zu empfangen, die nach oben steigen will.

Tod

7. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Vorbereitung auf den Tod

Wie kann man sich vorbereiten auf den Tod?

Das normale ist, dass der Mensch weiß, dass er sterben wird. Das gibt es auch heute noch relativ oft. Menschen, die in Altenheimen arbeiten, gaben mir gesagt, dass relativ viele dieser alten Menschen so ein paar Tage vorher schon ankündigen, sie würden jetzt gehen. In früheren Zeiten war das noch üblicher, wo die Mehrheit der Menschen ja nicht im Krankenhaus gestorben ist und das Leben noch nicht künstlich noch eine Weile länger verlängert wurde. Ihr habt vielleicht schon viele Romane gelesen, wo der Patriarch oder die Mutter ein paar Tage vor dem Tod noch mal die ganze Familie zusammen gerufen hat.
Das normale wäre, dass der Mensch vorher weiß er wird jetzt bald sterben. Wenn er das weiß, oder eine klare Ahnung hat, wird folgendes empfohlen:  Er sollte dann noch seine Angelegenheiten, seinen Nachlass regeln, auch seinen geistigen Nachlass. Er kann mit engeren Verwandten und Freunden sprechen, vielleicht noch Aufgaben geben, Dinge weiter geben, Verantwortung abgeben, seine Weisheit noch weitergeben. Er sollte sich vielleicht noch versöhnen mit Menschen mit denen er sich vorher nicht so gut verstanden hat, um dann schrittweise dort loszulassen. Er sollte dann „Lebewohl“ sagen, und das Wohl seiner Angehörigen ganz Gott anvertrauen, im Bewusstsein, dass er seine irdische Aufgabe für dieses Leben erfüllt hat, und dass jetzt neue Aufgaben auf ihn warten.
Ideal wäre, dass er dann mit jemandem zusammen ist, der kurz vor dem Tod noch mal mit ihm betet oder über spirituelle Dinge spricht oder ihn aufklärt, was nach dem Tod ist. Er sollte auch spirituelle Bücher, heilige Schriften lesen. Ähnlich ist es in den meisten Weltreligionen, auch im Christentum, dass Kranke Besuch von Priester oder Pfarrer erhalten. Bei den Katholiken gibt es noch die letzte Beichte, Ölung etc. So kann der Mensch sich vor dem Tod lösen von allem. bevor er stirbt und dann im Moment des Todes kann er sich dann lösen von all dem.

Reinkarnation und Leben

6. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Kreislauf des Lebens

Die Yogis sehen das Leben als einen Kreislauf an, ähnlich wie den Lauf der Sonne. Dabei ist die eine Hälfte des Laufes der Sonne sichtbar, der andere unsichtbar. Im sichtbaren Halbkreis werden wir irgendwann geboren, ähnlich wie die Sonne aufgeht. Dann wachsen wir, so wie die Sonne aufsteigt. Dann irgendwann so zwischen 20 und 50 erreichen wir den physischen Höhepunkt haben. Dann beginnt das Alter, auf welches irgendwann der Tod folgt, der Sonnenuntergang. Aber da ist dann nicht das Leben zu Ende, genauso wenig wie die Sonne bei Sonnenuntergang stirbt. Sie wird nur unsichtbar. Genauso geht das Leben weiter in der Astralebene: Es gibt so etwas wie Geburt in die Astralebene (das ist der physische Tod), Aufsteigen  in höhere Astralebenen, und dann wieder Absteigen in die niederen Astralwelten bis zum Tod für die Astralebene. Das ist dann der Beginn der physischen Inkarnation. Das neue Leben beginnt dann in zwei Schritten. Der erste ist die Empfängnis, der nächste die Geburt.

Reinkarnation, Wiedergeburt

5. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.