Tod auf der Ebene der Materie

Die erste Ebene ist die Ebene der Materie. Auf der physischen Ebene kommen wir ohne etwas, wir werden nackt geboren, und wir gehen ohne etwas, wir nehmen nichts mit. Selbst wenn jemand die sicherste Geldanlage getätigt hat, wir verlieren sie. Wann nämlich? Spätestens mit dem Tod. Also, die sichere Geldanlage gibt es nicht, außer, dass man sagen kann, jede Geldanlage wird irgendwann verloren. Man kann noch überlegen, ob es besser ist, sie vor dem Tod zu verlieren oder nachher. So irgendwo wurde mal ein Testament eröffnet und gesagt: „Da ich meinen vollen Verstand hatte, habe ich all mein Geld ausgegeben.“ Ich weiß nicht, wie man es auf Deutsch sagt. Im Englischen gibt es irgendwo den Ausdruck, wo man sagt, ein Testament beginnt man mit, „ich bin Herr meiner Kräfte“ und deshalb kann man noch ein Testament schreiben. Das soll jetzt nicht heißen, dass ihr alles Geld unbedingt verprassen sollt, man kann ja auch selbstlos dann etwas an Verwandtschaft oder gemeinnützige Werke vermachen und Sparsamkeit kann in vielerlei Hinsicht auch gut sein. Aber wir nehmen nichts mit, was wir auf der physischen Ebene haben. Den Körper nicht, unsere Kleidung nicht, noch nicht mal unser Auto, den iPod auch nicht und noch nicht mal unser Haus und auch nicht den Baum, den wir gepflanzt haben. Auf dieser Ebene tut sich zwar eine Menge im Leben, aber wir nehmen nichts mit.

– Fortsetzung folgt –

Teil 29 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.