Seelenwanderung – was ist das

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgHier in diesem Blog geht es um Seelenwanderung. Was ist Seelenwanderung? Was wandert? Was ist die Seele? Wo beginnt die Seelenwanderung? Wie endet die Seelenwanderung? Welche Vorstellungen von Seelenwanderung gibt es überhaupt?

Seelenwanderung, Reinkarnation und Wiederverkörperung

Die Ausdrücke Seelenwanderung, Reinkarnation und Wiederverkörperung bezeichnen letztlich das Gleiche: Der Ausdruck Seelenwanderung bezieht sich auf die Seele, die von Körper zu Körper wandert. Der Ausdruck Reinkarnation kommt von Carnis, Fleisch, und bedeutet „Wiederverfleischlichung“. Ähnliches bedeutet der Ausdruck Wiederverkörperung. Eigentlich ist der Ausdruck Seelenwanderung am korrektesten: Der Mensch ist eine Seele. Diese Seele wandert von Körper zu Körper. Die Seele macht auf ihrer Wanderung neue Erfahrungen, lernt, entwickelt sich. Durch die Seelenwanderung erfährt die Seele schließlich ihre Einheit mit der unendlichen Seele

Was heißt Seelenwanderung?

Seelenwanderung heißt, dass die Seele von Körper zu Körper wandert, um sich spirituell zu entwickeln. Ursprünglich gab es nur eine Seele. Diese eine, unendliche Seele hat sich aufgespalten in individuelle Seelen. Die individuellen Seelen wollen zurückkehren zu ihrem Ursprung. Um dorthin zu kommen muss die individuelle Seele durch einen Prozess der Seelenwanderung durch verschiedene Körper gehen. Nach einer Seelenwanderung durch viele Körper gelangt die Seele zurück zur Einheit – die individuelle Seele verschmilzt mit der kosmischen Seele

Wie geschieht Seelenwanderung?

Wo fängt man mit der Seelenwanderung an? Beim Huhn oder beim Ei? Beginnen wir mit dem lebendigen Menschen: In einem lebendigen Menschen hat die Seele einen menschlichen Körper. Gegen Ende des Lebens hat die Seele meist eine Ahnung, dass ihre Zeit auf dieser Welt bald zu Ende ist. Die Seele nimmt Abschied. Im Moment des Todes verlässt die Seele den physischen Körper. Eventuell schenkt sie den Hinterbliebenen noch Energie und Kraft. Dann geht die Seele auf ihrer Wanderung in die Astralebene. Nach einiger Zeit in dieser Astralebene spürt die Seele, das es Zeit ist, ihre Wanderung fortzusetzen. Sie geht in die niedrigeren Astralebenen. Dann spürt die Seele eine Anziehung in einen Körper. Im Moment der Empfängnis verbindet sich die Seele mit der befruchteten Eizelle und ist zunächst mit diesem Fötus/Embryo lose verbunden. Nach drei Monaten ist diese Verbindung stärker, und im Moment der Geburt ist die Seele fest mit dem Körper verbunden.

Wie lange dauert die Seelenwanderung?

In unterschiedlichen Kulturen gibt es unterschiedliche Aussagen, wie lange die Seelenwanderung dauert. In Indien heißt es, dass die Seelenwanderung durch Millionen von Inkarnationen geht…

Wann beginnt die Seelenwanderung – und wann hört sie auf?

Wann die Seelenwanderung beginnt und wann sie aufhört – darüber lies einfach die Blogbeiträge hier. Ich will jetzt nicht alles zum Thema Seelenwanderung hier schon schreiben… Lies diesen Seelenwanderungs-Blog, schreibe deine KOmmentare. Vielen Dank!

 

Leben und Tod

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgBeides bedingt einander, das Leben wie der Tod. Mit der Geburt eines Kindes ist der Tod bereits vorherbestimmt. Beide Wörter beziehen sich auf eine Wortspielerei des irdischen Lebens.

Eine materielle Hülle, der Körper mit einem Hauch von Lebendigkeit, dem Prana umschließt die Seele und das Selbst. Das Baby erfährt die Anpassung mit einem Schmerz – dem Schrei. Ein Leben das sich dem Kind nähert, zunächst in Liebe gebettet und Gottes Achtsamkeit.

Mit dem Erkennen des Ich – ein Ego das zur Abgrenzung dient, beginnt oft die Unwissenheit. Die materielle Welt wird erforscht, erfühlt und erfahren. Der Tod ist noch weit.

Die Aufmerksamkeit wird auf die erfahrbare Welt gelenkt, als Schöpfung Gottes und ein Erdenleben als Geschenk. Die Wahl der Eltern, die wohl die Seele bestimmt, fördert das Interesse an Wissen oder Sinnesgenuss. Ein Karma als Ursache für die Geburt, Prarabdha – Karma genannt, bestimmt den Weg der Seele. Es sind Ansammlungen von Handlungen aus früheren Leben. Als hohes Gericht könnte man diese Art der Entwicklung auch nennen – ein Ausgleich zu sündhaften Taten in der Vergangenheit. Jesus, Buddha, Moses und erleuchtete Meister wie Sivananda und Chidananda, die nach den Veden lebten, geben mit ihren Weisheiten Anleitungen zum rechten Sein. Der Pfad zur Vollkommenheit wird in der Bhagavad Gita beschrieben als Kampf auf dem Feld – Kshetra – in Form eines Dialogs von Krshna – der Inkarnation Gottes und Arjuna, einer entwickelten Seele. Das Feld einer Seele, dass im Außen vor ca. 5000 Jahren eine Berechtigung fand.

Folgen Menschen diesen Lehren, wird neues Karma verbrannt und erspart Agami – Karma, neue universelle Schwankungen im Leben, auch Sünden genannt. Unter Anleitung eines Meisters wird auch Sanchita – angesammeltes Karma verbrannt.

Die Entwicklungsphasen sind erforscht und benannt. Die Menschheit orientiert sich im heutigen Zeitalter weniger an Gottes Gesetzen. So wird Karma geschaffen, ähnlich wie ein Baum wieder Samen entwickelt. In Anpassung an die Natur gelingt dem einen oder anderen mehr und bringt ein langes irdisches Leben.

Der Tod nimmt dir die Erde, das Leben und auch das schöne Körperkleid. Ein Übergang der Seele zu einer meist himmlischen Welt, ohne Schmerzen in Stille. Gott nimmt das Prana, den Körper bekommt die Erde. Das essentielle Sein und Karma verbleiben in der immer weilenden Seele, die sich im nächsten Leben im Streben zu höherem Bewusstsein behaupten kann.

Als Yogi im tieferen Sinn mit einem Meister, der in Gnade dir Befreiung bringt, gelingt es dir vielleicht schon in diesem – die Befreiung vom weltlichen Rad, ein Baum ohne Ursache und Saat.

Artikel von Beate Wolfsteller,www.erkenntnis-durch-yoga.de

Tod, Trauerarbeit und Yoga

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgBis das der Tod uns scheidet – Yoga unterstützt Trauerarbeit. Sich von liebenden Menschen zu trennen fällt schwer, besonders wenn sie für immer mit dem Tod uns verlassen. Es fehlt die helfende Hand im Außen und bringt Seelenschmerz, welches sich in Trauer äußert. Integrales Yoga zeigt den Weg zum Erkennen, Heilen und Einen.

Die Erinnerungen sind noch präsent, ein ganz normaler Freitag-Abend vor ca. 13 Jahren. Meine Seele schrie nach Ruhe, bekam aber keine Resonanz. Geplant wurde ein deutsches Kulturwochenende, klassisch zur Befriedigung der Sinne. Schnell in ein Kinooutfit und die Fahrt führte in ein Kinocafe mit meinem Lebensgefährten an der Seite. Er genoss den Abend, meine Aufmerksamkeit entschwand aufgrund fehlender Energie. Der Film bot mir Laute und Bilder, ohne einen Zusammenhang. Nach dem Kinobesuch steuerte ich den roten Polo, Spannungen spürte ich im Innen und Außen. Eine gerade Landstraße offenbarte sich vor mir in einem leichten Nebel verhüllt. Plötzlich standen wir…ein Crash vor einem Baum. Es gab keine Nahtoderfahrung, jedoch den Wunsch des Überlebens, den der Verstand der Seele übermittelte.

Lähmungen in den Armen und Beinen spürte ich am nächsten Tag, ein Bewusstsein in Trance, ausgerichtet auf die Gebrechen des Körpers. Ich wurde operiert, meine Halswirbelsäule war lidiert und wurde mit einem Titannagel repariert. Gott hatte mich erhört, mein Leben war in guten Händen und verbrachte Stunden im Krankenhaus. Die Nachricht von Andreas Tod schockte sehr, er verschied am Unfallort.

Es waren Momente, die ich heute Erkenntnis nenne zu Seins-Fragen, dem Sinn des Lebens, den nicht jeder erkennt. Ein Traum Familienglück zu leben verlor seine Realität. Ich erkannte, dass die materielle Welt nur Facetten sind, denen es nicht lohnt nachzujagen. Vielleicht gab mir Gott noch die Chance, Marcus, meinen Sohn, aufzuziehen. Es sollte keine Seelensymbiose mehr in meinem Leben treten, das schwor ich mir.

Ein Anfang mit neuen Aufgaben, dem Geist gegenüber der Materie mehr Beachtung geben. Ein Gefühl der Schuld plagte mich jahrelang, welches ich mit Verpflichtungen deckelte. Trauer lebte ich anfangs nicht. Sie wurde in Arbeit „transzendiert“, das Fachwerkaus, dass unserem materiellen Ziel entsprach, wurde in Kleinarbeit und familiärer Hilfe fertiggestellt. Noch heute beschützt mich die Handarbeit von Andreas, ein Dachstuhl, liebevoll gefertigt vor äußeren Einflüssen.

Viele Jahre später wurde mir Yoga anvertraut, ein Übungssystem welches die Seele in Einklang bringt. Die regelmäßige Yogapraxis in einem Yogazentrum förderte den Zugang zum Unbewussten. Der Deckel sprang auf, meine Seele kam in Erinnerung und Trauer.

Es folgte erst nach ca. 7 Jahren professionelle Trauerarbeit mit geistigen Bildern und liebevollem Abschied. Träume vermittelten mir ein Ringen, Liebe in Schuld eingebettet.

Mit Yoga erklärt sich der Tod. Yoga eignet sich als Übungssystem der Seele näher zu kommen bzw. die Verbindung zu Gott zu erfahren. Die Entwicklung von Unterscheidungskraft zwischen dem Vergänglichen (Körper) und dem Unvergänglichen (Seele) gehört zu den Zielen. Für den Intellektuellen eignet sich der Weg des Jnana-Yoga, der mit Nachdenken zu Seinsfragen die Erkenntnis reifen lässt. Es handelt sich hier um die Vedanta, einer Wissenschaft, die über die irdischen Gesetze hinausgehen und letztendlich die Einheit proklamieren, das Sein. 

Yoga hilft den Menschen essentielle Lebensinhalte, Karma zu erkennen und Individualität zu entwickeln. Krankheiten und Tod gehören zum Leben, die Angst davor verliert seine Berechtigung. Die Bhagavad Gita, ein Werk das höchsten Yoga offenbart, verweist auf ein Verscheiden in Gedanken an Gott als Übergang zu einer „anderen Welt“. Sivananda (großer indischer Yogameister) beschreibt in seinem Werk „Göttliche Erkenntnis“ das Leben nach dem Tod als schmerzfreie Zeit, ähnlich unserem Tiefschlaf nach dem Verlassen unserer Kleider.   

Der Glaube zu Gott, der mich nach diesem Ereignis hält und führt bekam einen neuen Wert. Regelmäßig werden wir mit dem Tod konfrontiert, der zur Geburt gehört. Allein die Erinnerungen schmerzen.

Die heiligen Schriften geben mir Kraft, den göttlichen Kern, der zur Seele gehört in Worte beschrieben zu erfahren. Er bleibt unzerstört als Selbst, wie die Seele von Andreas auch. Die Erkenntnis den Tod als etwas Lebendiges zu begreifen unterstützt das Annehmen, die Trauerarbeit und die Liebe über den Tod hinaus.

Beate Wolfsteller

www.erkenntnis-durch-yoga.de

Aufbruch ins Jenseits – Gastbeitrag von Lore Tomalla

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgManchmal führt eine Aufforderung zu einem Aufbruch. In mir bricht etwas auf, das eine Äußerung hervorruft. Jeden Tag habe ich ein Ziel. Jeden Tag habe ich eine Hoffnung. Jeden Tag beginne ich etwas.

Jeden Tag erhalte ich Angebote. Jeden Tag schicke ich Angebote raus. Jeden Tag hoffe ich auf eine Antwort.  Jeden Tag bemühe ich mich, positiv zu denken.

Im Moment sieht es so aus, aus ob alles stagniert.

Dem Unfall folgen zeitraubende Arztbesuche, ermüdende Wartezeiten. Der erfolgreichen  Operation folgt ein Heilungsprozeß,  Zeit und Geduld erfordernd.

Aufbruch zu neuen Taten?  Wenn die Gegebenheiten erfüllt sein werden.

Worauf warte ich noch?  Ich möchte noch so viel erledigen. Wie viel Zeit wird noch sein? Mit meiner Spontaneität falle ich meinen Mitmenschen auf die Nerven.

In Ihrem Alter?

Aufbruchsstimmung darf ich nur äußern in Richtung Tod. Das verstehen sie. Sie meinen, in meinem Alter hat man nur noch den Tod, das Ende, das Aus, vor Augen.

Wer sind Ihre Erben? Haben Sie ein Testament gemacht? Wo wollen Sie beerdigt werden? Welches Lied soll bei Ihrem Begräbnis gespielt werden? Was meinen Sie, gibt es ein Leben nach dem Tode? Wenn ja, was meinen Sie, wie das aussehen wird? Welche Jenseitshoffnung haben Sie?

Aufbruch ins Jenseits.  Vor dem Sterben habe ich keine Angst. Das schafft jedes Tier, warum sollte es mir Probleme bereiten? Was wird nach dem Sterben sein? Irgendeine sorgenfreie Lebensform, zeitlos, ohne Alltag.

Ich verschenke meine Bücher an Personen, die sich darüber freuen. Es braucht sehr viel Zeit, die Pakete zu packen. Alles gehst so langsam vor sich. Ich habe einen Gehwagen, mit dem bringe ich die Pakete zur Post. Jemand hilft mir, die Pakete auf den Tresen der Post zu heben, weil ich es nicht mehr schaffe. Bücher sind schwer.

Meine Mieter haben meinen Stromkasten abgeklemmt. Im Treppenhaus hängt ein Stromkabel, das versorgt ihre Wohnung mit dem Strom aus meinem Zähler. Ich zahle deren Verbrauch. Nun macht eine nette Hausverwalterin meine Arbeit. Sie informiert mich  regelmäßig über die Vorgänge im Haus. Ich bin ihr dankbar, weil sie sich so viel Mühe gibt und bezahle „nach Aufwand“. Es ist so besser.

Die Tage vergehen schleppend. Ich habe kleine Ziele vor Augen.  Hier eine Lesung, dort eine Matinee. Es ist alles andere als langweilig. Aber dann ist so ein Tag  plötzlich vorbei und ich habe wieder mal weniger geschafft, als ich mir vorgenommen hatte. Die Zeit verrinnt zähflüssig wie Lava. Mein Begehren, noch viel zu erledigen ist so heiß wie Lava. Das Ziel ist gleich: Lava fließt und fließt, bis sie erkaltet.

(Wir erhielten diesen Gastbeitrag von Lore Tomalla, einer Yogalehrerin, die schon über 80 Jahre alt ist).

Sukadev Volker Bretz

Sukadev Volker Bretz (* 3. Februar 1963 in Bad Kreuznach) ist der Gründer und Leiter von Yoga Vidya, Seminar- und Ausbildungsleiter, Autor mehrerer Bücher und Vorsitzender des Bundes der Yoga Vidya Lehrer e.V. (BYV). Sukadev Volker Bretz wurde im Jahre 1990 von seinem Lehrer Swami Vishnudevananda zum „Acharya“ (Yogameister) ernannt.[1]

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Elternhaus und Jugendzeit
  • 2 Lehrzeit unter Swami Vishnudevananda
  • 3 Gründer und Leiter von Yoga Vidya
  • 4 Ziele
  • 5 Werke
  • 6 Literatur
  • 7 Weblinks
  • 8 Einzelnachweise

Elternhaus und Jugendzeit

Volker Bretz wuchs als zweitältester von drei Söhnen in einer Unternehmerfamilie auf. Schon als Kind hatte Volker erste spirituelle Erfahrungen.[2] Als Jugendlicher wuchs sein Interesse an Techniken zur Entfaltung des geistigen Potentials und er befasste sich mit psychologischer, philosophischer, theologischer, esoterischer und spiritueller, auch historischer Literatur. Von Werken großer Yogameister fasziniert, begann er mit siebzehn Jahren, regelmäßig Meditation und Yoga zu praktizieren.

Nach dem Abschluss des Gymnasiums im Jahre 1980 studierte er in München Betriebswirtschaft mit Nebenfach Psychologie und schloss 1983 im Alter von 20 Jahren sein Studium als Diplom-Kaufmann ab. Das Thema der Diplomarbeit lautete: Determinanten der Arbeitsmotivation. Eine Analyse vergleichbarer Ansätze aus westlicher und indischer Psychologie. Während seines Studiums wohnte er im Münchner Sivananda-Yoga-Zentrum, wo er regelmäßig Meditation, Pranayama und Asanas praktizierte und bei Arbeiten im Zentrum half. In dieser Zeit traf er Swami Vishnudevananda,[3] einen direkten Schüler von Swami Sivananda.

Lehrzeit unter Swami Vishnudevananda

Sukadev Volker Bretz mit Swami Vishnudevananda, Spanien 1985

Volker Bretz beendete 1981 die Yogalehrer-Ausbildung in den Sivananda-Zentren und 1982 nahm er an der fortgeschrittenen Yogalehrerausbildung bei Swami Vishnudevananda in Kanada teil. Anschließend erhielt er die Einweihung als Brahmacharin (Schüler). Ab diesem Zeitpunkt lernte und lehrte er zwölf Jahre als Schüler unter Swami Vishnudevananda.

Von Juli 1983 bis Dezember 1991 war er Vollzeitmitarbeiter in den Sivananda-Yoga-Zentren und war Leiter der Yogazentren in Wien, Genf, Paris, London, New York und Los Angeles. 1985 wurde Volker Bretz als Swami Sukadevananda in die Mönchsgelübde (Sannyas) eingeweiht. Im Jahre 1988 war er als persönlicher Assistent von Swami Vishnudevananda tätig und Leiter des Hauptsitzes der internationalen Sivananda-Yoga-Zentren in Val Morin, Kanada. Swami Vishnudevananda ernannte Sukadev 1990 zum „Acharya“ (Yogameister) und damit zu einem seiner Nachfolger. Im selben Jahr übergab Swami Vishnudevananda die Leitung der Zentren an seine Nachfolger.[4] Zu Sukadevs Tätigkeiten gehörten unter anderem die Ausbildung von Yogalehrern in Amerika, Kanada und Spanien. Er gab Yogastunden, Meditationskurse und unternahm Vortragsreisen durch Amerika und Europa. Aus der intensiven Praxis und der umfangreichen Lehrtätigkeit entwickelte er spezielle Weisen, wie die Rishikesh-Reihe auf besondere Zielsetzungen angewandt werden kann.[5]

Swami Vishnudevananda lehrte Sukadev Volker Bretz auch das Unterrichten von fortgeschrittenem Pranayama und das Unterrichten von Kundalini-Yoga-Intensivseminaren. Daraus entwickelter er Pranayama-Kurse und Kundalini-Yoga-Intensiv-Kurse. Um 1991 löste Sukadev Volker Bretz sich von den Gelübden als Swami. Anschließend leitete er das Sivananda Yoga Center in Toronto. Im Dezember 1991 verließ Sukadev Volker Bretz die von Swami Vishnudevananda gegründeten Zentren. Er begab sich auf eine Reise durch Amerika, Israel und Indien und verbrachte mehrere Wochen im Sivananda Ashram in Rishikesh. „Dort hatte er eine Vision von Swami Sivananda. In dieser Vision wurde ihm klar, dass es seine Aufgabe war, nach Deutschland zurückzukehren, um dort Yoga zu lehren und eine größere Yoga-Bewegung zu gründen.“[6] So legte er 1992 die Grundlage für den Yoga Vidya e.V. in Deutschland.

Gründer und Leiter von Yoga Vidya

Sukadev Volker Bretz, Seminarhaus Yoga Vidya Bad Meinberg, 2008

Sukadev Volker Bretz kehrte 1992 nach Deutschland zurück und eröffnete in Frankfurt das erste Yoga-Vidya-Zentrum, mit dem Ziel, den klassischen, ganzheitlichen Yoga in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda zu lehren. Der ganzheitliche Yoga, der Yoga Vidya, ist eine Kombination der verschiedenen Yogawege: Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Bhakti Yoga, Raja Yoga, Jnana Yoga und Karma Yoga.[7] Als Höchstes Ziel wird die Erfahrung des Unendlichen angesehen. Etappen auf diesem Weg sind u. a. Gesundheit, ein ausgeglichener Geist, Harmonie mit sich Selbst und der Umwelt, Zugang zur Intuition und Entfaltung von Fähigkeiten.

Sukadev Volker Bretz entwickelte um 1992 das Konzept: „Rishikesh-Reihe als Verehrung Gottes“; Asanas als „Ganz-Körper- Gebet zur Verehrung Gottes“ mit dem Ziel, sich als Instrument Gottes zu fühlen. Den Grundstein für die systematische Verbreitung von Yoga legte Sukadev Volker Bretz mit der ersten Yoga-Vidya-4-Wochen-Yogalehrerausbildung. Hier lehnt er sich an das von Swami Vishnudevananda entwickelte Konzept der 4-Wochen-Yogalehrerausbildung an. 1993 begann zudem die erste zweijährige Yoga-Vidya-Yogalehrer-Ausbildung.

1994 gründete Bretz den Yoga Vidya Verlag. Mit der Gründung dieses Verlags wurden die ersten eigenen Bücher, Yogaübungs-Videos und CDs herausgegeben. 1995 folgte die Gründung des Yoga Vidya e. V. und die Gründung des Bundes der Yoga Vidya Lehrer e. V. (BYV), der 2007 in Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen umbenannt wurde. Der Yoga Vidya e. V. ist ein eingetragener nichtkommerzieller Verein mit Hauptsitz in Bad Meinberg. Der Berufsverband der Yoga Vidya Lehrer/innen ist ein Zusammenschluss von Yogalehrern, die sich verpflichtet fühlen, die klassische, authentische Yogalehre weiterzugeben.

Von 1993 bis 1996 beschäftigte sich Sukadev Volker Bretz mit der sportlichen Trainingslehre und der Sportmedizin. Er entwickelte die Yoga-Vidya-Fitness-Reihe und Yoga Bodywork (Partneryoga)[8] sowie Yoga für den Rücken.[9] In diesen Yogareihen werden die Prinzipien der klassischen Rishikeshreihe mit den Erkenntnissen der modernen sportmedizinischen Trainingslehre und mit orthopädischen Gesichtspunkten verbunden. 1995 eröffnete Sukadev das Haus Yoga Vidya in Oberlahr. In diesem Seminarhaus werden verschiedene Seminare, Aus- und Weiterbildungen angeboten. In den ersten Jahren unterrichtete Sukadev Volker Bretz die Yogalehrerausbildungen und die fortgeschrittenen Seminare selbst. Später begannen auch andere Yogalehrer, unter Anleitung von Sukadev Volker Bretz, Yogalehrer auszubilden und Fortgeschrittenenseminare zu leiten.

In dem Zeitraum von 1998 bis 2000 führten ihn kurze Besuche in den Sivananda-Ashram in Rishikesh, wo er sich auf das Studium von Sanskrit konzentrierte und die Rezitation klassischer indischer Schriften erlernte. Die Hochzeit von Sukadev Volker Bretz mit Shivakami Renate Röhrig, seiner ehemaligen Lebensgefährtin, fand im Jahre 2000 statt. Von September bis Dezember 2001 begab sich Sukadev Volker Bretz in intensive Yogapraxis. Im selben Jahr entwickelte er das Konzept der zweijährigen Yogalehrer-Bausteinausbildung.[10]

Im folgenden Jahr (2002) wurden die Ayurveda-Seminare ausgebaut und es fand die erste Ayurveda-Gesundheitsberater-Ausbildung statt. 2003 wurde der Berufsverband der Yoga Vidya Gesundheitsberater, Kursleiter und Therapeuten (BYVG) gegründet, mit Sukadev Volker Bretz als 1. Vorsitzenden. Der Yoga Vidya Verlag, der Yoga Vidya Versand und die Yoga Vidya Boutiquen wurden umgewandelt in die Yoga Vidya GmbH.[11] Weiterhin wurde die European Federation of Yoga Teacher Associations ins Leben gerufen, mit Sukadev Volker Bretz als 1. Vorsitzenden. Bretz entwickelte den Yoga Vidya Visharada Lehrgang. Dieser Lehrgang baut auf der zweijährigen Yogalehrer-Ausbildung bzw. der Bausteinausbildung auf. Weitere Seminare, Intensivwochen, Neuntages-Weiterbildungen führen in alle Aspekte des Yoga ein. Die Eröffnung des zweiten Yoga-Vidya-Seminarhauses Haus Yoga Vidya Bad Meinberg erfolgte im Jahre 2003 in Bad Meinberg. Bis 2008 entstanden über 50 Yoga-Vidya-Kooperationscenter in Städten Deutschlands. Im November 2008 wurde das 3. Seminarhaus Haus Yoga Vidya Nordsee[12] in Horumsiel/Wangerland in Friesland eröffnet. Heute finden jährlich ca. 1600 Seminare, Aus- und Weiterbildungen in den Yoga-Vidya-Seminarhäusern statt.[13]

Ziele

Sukadev Volker Bretz setzt sich für eine weite Verbreitung des klassischen, ganzheitlichen Yoga in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda ein. [14] Sein Ziel ist, so viele Menschen wie möglich zu inspirieren, mit der Praxis von Yoga zu beginnen und sie zu ermutigen, regelmäßig zu üben. So sollen viele Menschen die Techniken des Yoga kennenlernen, um in sich selbst die Momente von Stille, Frieden, Verbundenheit zu erfahren, in der Hoffnung, zu einer friedvolleren Welt beitragen zu können. Dafür benutzt er neben Vortragsreisen, Unterrichten, Schreiben von Büchern, viele neue Mittel, wie zahlreiche Hörsendungen, Videos, Artikel, die er kostenlos ins Internet stellt. Für Sukadev Volker Bretz ist Yoga ein Mittel, um Menschen zu helfen gesund zu werden, Menschen zu helfen, mit sich selbst und ihrer Umwelt besser zurechtzukommen. „Ich glaube auch, dass Yoga dabei hilft, dass Menschen friedvoller werden können, so dass dieser Planet ein friedvollerer Planet werden kann“[15], so Sukadev Volker Bretz. Schon sein Lehrer Swami Vishnudevananda war davon überzeugt, „dass äußerer Friede ohne inneren Frieden nicht existieren kann.“ [16]

Werke

  • Die Yoga Weisheit des Patanjali für Menschen von heute. Vollständiger Kommentar zu den Raja-Yogasutras von Patanjali, worin Sukadev eigene Erfahrunger seiner langjährigen Lehr- und Lehrzeit einbringt. Via Nova Verlag
  • Yoga Geschichten nacherzählt von Sukadev Volker Bretz. Eine Sammlung verschiedener Geschichten aus klassischen indischen Schriften wie dem Mahabharata, dem Ramayana, den Puranas und den Upanishaden. Yoga Vidya Verlag
  • Das Yoga Vidya Asana Buch. Fotoband, der Yogatechniken vorstellt, auf der Basis der Rishikeshreihe nach Swami Sivananda; mit kurzen Erkäuterungen zu Wirkungen. Yoga Vidya Verlag
  • Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Ein Kommentar der Bhagavadgita, auf den modernen Menschen zugeschnitten. Band 1-4, Yoga Vidya Verlag
  • Die Kundalini-Energie erwecken. Von der göttlichen Urkraft in uns . Abhandlung über Kundalini Yoga in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda, basierend auf Sukadevs eigener Praxis von 25 Jahren. Kailash Buch im Hugendubel Verlag
  • Karma und Reinkarnation. Mangalam Verlag 2011

Literatur [Bearbeiten]

  • Die Yoga-Weisheit des Patanjali für Menschen von heute. Verlag Via Nova, Petersberg 2001, ISBN 3-928632-81-7
  • Das Yoga Vidya Asana Buch. Yoga Vidya Verlag, Oberlahr 2003, ISBN 3-931854-48-5
  • Yoga-Geschichten aus klassischen indischen Schriften. 2. Auflage. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2004, ISBN 3-931854-47-7
  • Die Kundalini-Energie erwecken – Von der göttlichen Urkraft in uns. Heinrich Hugendubel Verlag, Kreuzlingen/München 2007, ISBN 978-3-7205-6002-3
  • Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band I. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2006, ISBN 3-931854-62-0
  • Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band II. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2008, ISBN 978-3-931854-65-2
  • Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band III. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2009, ISBN 978-3-931854-77-5
  • Karma und Reinkarnation, Mangalam Books Verlag, Horn-Bad Meinberg 2010, ISBN 978-3-922477-91-4
  • Die Yoga-Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute. Band IV. Yoga Vidya Verlag, Horn-Bad Meinberg 2012, ISBN 978-3-931854-96-6

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. u.a. Einige Daten aus dem Leben von Sukadev Volker Bretz ; alle wichtigen Daten und Jahreszahlen sind in diesem Artikel aufgeführt
  2. ebd. und Vgl. u.a. den Artikel Yoga Aktuell
  3. Vgl. Sukadev Volker Bretz: Die Kundalini. Energie erwecken. Von der göttlichen Urkraft in uns. Heinrich Hugendubel Verlag, München 2007, S. 14–15
  4. siehe Sukadev Bretz: Das Yoga Vidya Asana Buch. Yoga Vidya Verlag, Oberlahr 2003, S. 8
  5. Vgl. Sukadev Volker Bretz: Das Yoga Vidya Asana Buch. Yoga Vidya Verlag, Oberlahr 2003, S. 34–52
  6. ebd., S. 8 und Vgl. Hörsendung Yoga als Teil der entstehenden Weltkultur; Sprecher: Sukadev Volker Bretz
  7. Bund der Yoga Vidya Lehrer: Handbuch zur Yoga-Schulung und Yogalehrer-Ausbildung. 7. Auflage, Yoga Vidya Verlag, 2003, S. 8
  8. ebd., S. 34–52
  9. ebd., S. 24
  10. Vgl. u. a.2-Jahres-Bausteinausbildung
  11. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft. Die Bilanzsumme betrug 2011 lt. Elektronischem Bundesanzeiger rd. 656.000 €.
  12. Haus Yoga Vidya Nordsee
  13. Vgl. Yoga Vidya
  14. Vgl. Yoga Vidya e.V.
  15. Vgl. u. a., Mit Yoga Zum Frieden und Yogapadund Yoga und Meditation als Wegbereiter eines Zeitalters des Friedens
  16. Vgl. u. a., Biografie Swami Vishnudevananda

(Artikel, wie er 4 Jahre lang in Wikipedia gestanden hat, bis er gestern gelöscht wurde). So kann der Artikel, an dem viele Menschen viele Stunden lang gearbeitet haben, hier eine Reinkarnation, eine Wiedergeburt, erfahren).

Hatha Yoga Pradipika und Gheranda Samhita – Unsterblichkeit erreichen

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgWie erreicht man Unsterblichkeit? Darüber sprechen und schreiben die vielen Yoga Texte. Das ist auch Thema der großen Yoga Texte Hatha Yoga Pradipika und Gheranda Samhita. Diese Texte schreiben immer wieder, dass der Yogi die Unsterblichkeit erreicht. Was aber ist unter Unsterblichkeit zu verstehen? Das wird manchmal sogar in Indien falsch verstanden. Manche meinen, die Hatha Yoga Texte sprechen von physischer Unsterblichkeit. Das ist natürlich nicht gemeint: Der physische Körper stirbt irgendwann – das ist sicher. Wenn in Hatha Yoga Pradipika und Gheranda Samhita von Unsterblichkeit die Rede ist, dann ist etwas anderes gemeint: Die Seele ist unsterblich. Die Hatha Yoga Übungen helfen, Körper und Geist durchlässig zu machen. Sind Körper und Geist durchlässig, dann erfährt der Yogi sein wahres Wesen. Und dieses wahre Wesen, Atman genannt, ist unsterblich.

Baba

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgBaba heißt auf Sanskrit „geehrter Vater“, „geehrter Lehrer“. Von einigen der Babas unserer Zeit heißt es sie seien Inkarnationen, Avatare, von Aspekten Gottes. Von manchen heißt es auch, sie seien die Reinkarnation großer Yoga Meister. Im Yoga Wiki ist ein Artikel erschienen, in dem du alles über die Bedeutung des Begriffes Baba erfahren kannst.

Hari – der göttliche Name als Hilfe

Hari Nam – die Wiederholung des Göttlichen Namens, gilt als eine wichtige Praxis, die nicht nur in diesem Leben wichtig ist. Wenn man ein Mantra direkt vor seinem Tod rezitiert, kommt man in die höheren Welten und erfährt göttlichen Schutz. Es gibt viele Geschichten in der indischen Mythologie, wie Menschen, die vorher gar nicht so spirituell waren, durch die Wiederholung eines Namens Gottes in die höheren Welten gekommen sind. So gilt Hari Nama Japa, die Wiederholung des Göttlichen Namens, zu den wichtigen Praktiken eines Aspiranten. Natürlich wird man annehmen dürfen: Allein die Wiederholung eines Mantras ohne Gefühl wird nicht allzu hilfreich sein. Wenn du aber ein Mantra mit großem Gefühl rezitierst, kann es dich in andere Bewusstseinsebenen bringen. Und wenn du es regelmäßig wiederholst, wird das Mantra für dich sehr stark werden. So kann das Mantra ganz von selbst in deinen Geist kommen, in Gefahrensituationen, bei kleineren und größeren herausforderungen – und natürlich auch direkt vor dem Tod. Hari Om Tat Sat.

Zusammenfassung: Karma, Reinkarnation und unendliches Bewusstsein

Zusammenfassung: Yogis sagen, wir sind unendliches Bewusstsein, Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit. Zu dieser Erfahrung werden wir alle hinkommen. Diese Erfahrung im Kleinen können wir auch jetzt schon machen. Diese Erfahrung vollständig zu machen, dazu verhilft uns das Leben. Dazu geht es nicht nur in einer Inkarnation, sondern in vielen Inkarnationen. Wir können anderen helfen, die sterben, wir können Menschen helfen, die leben, wir können Menschen helfen, die gestorben sind, und wir können selbst uns geschickt verhalten, um auf dem spirituellen Weg zügig und liebevoll voranzuschreiten.
Wir singen das Om Tryambakam, welches man auch für Verstorbene wiederholen kann. Wer das Mantra kennt, kann es mit wiederholen. Und wer jemanden kennt, der vor kurzem gestorben ist oder auch vor längerem und ihr habt das Gefühl, dass dieser Mensch vielleicht noch nicht den Übergang in die höheren Ebenen geschafft hat, könnt ihr an ihn oder sie denken. Und wer niemanden hat, der kürzlich oder vor längerem verstorben ist und vielleicht noch in der Nähe sich befindet, kann einfach Lichtenergie für alle Wesen überall hinschicken und vor allem zu den Wesen, die sich jetzt in diesem Raum versammelt haben, um Kraft zu bekommen, in die höhere Ebene.
Om Tryambakam Yajamahe
Sugandhim Pushtivardhanam
Urvarukamiva Bandhanan
Mrityor Mukshiya Maamritat
Dann wünsche ich euch weiter alles Gute auf der Reise zum Unendlichen und danke, dass ihr so zahlreich hier her gekommen seid. Und auch euch alles Gute und wer noch nicht in einem Yoga Vidya Seminarhaus war, kommt mal hin. In den Westerwald oder Bad Meinberg, im Herbst in es jetzt besonders schön, auch Weihnachten ist so eine besondere Zeit, zwischen den Jahren ist eine besondere Kraft, in so einem Yoga Ashram zu sein, ist eine schöne, spirituelle, kraftvolle Erfahrung. Und wer noch keine Yogalehrerausbildung hat, ich kann es euch nur empfehlen, im Januar fängt hier eine zweijährige an, da lernt ihr alle Aspekte des Yogas sehr tiefgehend und das kann den Alltag sehr gut bereichern.
Letzter Teil der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Warum passiert einem ein konkretes Karma?

Wenn einem etwas passiert, was man nicht so toll findet, hilft nicht weiter, zu fragen, „warum mir?“ Klüger ist es, sich bewusst zu machen: „Es passiert mir deshalb, weil es gut ist für mein spirituelles Wachstum.“ Dann kann man sich noch fragen: „Und welche Aufgabe habe ich?“ Manchmal ist es dann offensichtlich, manchmal auch nicht. Und manchmal müssen wir auch handeln, ohne sicher zu sein: „Ist jetzt eben Nachgeben richtig, loslassen, oder durchsetzen und mal Beharrungsvermögen zu zeigen?“ Aber wir können uns die Frage stellen: „Welche Lektion soll ich dadurch lernen? Welche Erfahrung mache ich, die ich ansonsten nicht machen würde? Welche Aufgabe habe ich dort? Was kann ich daran lernen? Wie müsste ich mich verhalten, dass ich in fünf Jahren oder zehn Jahren zurückblicke und sage, ich habe tatsächlich mich so verhalten, dass ich aus dieser Lektion viel gelernt habe?“ Und das, meine ich, hilft, dass ihr das Leben sinnvoll erlebt, dass ihr das Leben bewusster erlebt, dass Lektionen vielleicht langfristig auch etwas sanfter kommen können, denn ihr nehmt sie an, ohne dagegen anzukämpfen. Ihr quält nicht euren Geist mit der sinnlosen Frage des, „warum ich?“, sondern ihr nehmt die Lektionen an und wachst daran. Und ihr nehmt selbst die Lektion an, dass auch emotionelle Erfahrungen dazu gehören und manchmal kann die Lektion sein, dass ihr auch mal eine Weile wirklich grenzenlose Wut über einen Verrat von irgendjemand erfahrt, dass ihr auch mal tiefe Trauer empfindet, auch mal ärgerlich seid und mal spürt, wie das ist. Auch das gehört zum Leben dazu und wenn ihr das als solches erkennt, mag die Emotion und die Erfahrung in der Zeit intensiv sein, aber ihr könnt sie schneller überwinden. Und manchmal, in dem Moment, wo man erkennt, „meine Aufgabe ist es, durchaus auch Ärger in mir anzunehmen“, manchmal kann er in dem Moment verschwinden. Und solange ihr euch vorher ein schlechtes Gewissen gemacht habt, wie ihr das als spiritueller Aspirant mit solchen Emotionen begleitet, solange blieb die Empfindung, und als ihr sie angenommen habt, kann sie sich lösen.

– Fortsetzung folgt –

Teil 83 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.