Sterbebegleitung: Spirituelle Menschen sollten sich um das Spirituelle kümmern

Wenn ihr also Geschwister habt und ein Elternteil stirbt, oft gibt es dann irgendein Geschwisterteil, was diese materiellen Dinge übernimmt und vielleicht auch gut ist, dass er oder sie beschäftigt ist, sich ablenken kann und dort irgendwas tun kann und das ist dann der richtige Liebesdienst. Und bitte streitet euch nicht mit euren Geschwistern, ob jetzt die Blumen auf dem Sarg grün oder gelb sein sollen, ob jetzt eingeäschert werden soll oder ob begraben werden soll oder ob es jetzt Zwetschgenkuchen oder sonst was geben soll oder die Anzeige in groß oder klein. Wenn ihr spirituell seid, im Grunde genommen, all diese Dinge sind vollkommen unerheblich. Wenn sie jemanden aus eurer Verwandtschaft wichtig sind, dann macht es so, wie es für die aus eurer Verwandtschaft ok ist, beschäftigt ihr euch mehr mit den spirituellen Bedürfnissen der Seele. Natürlich, wenn ihr allein seid, dann müsst ihr irgendwo alles machen, dann wäre dort auch mein Tipp, das materielle Äußere, macht es so wenig zeitaufwendig, wie möglich. Jede Minute, die ihr in spiritueller Praxis und Gebet verbringt, ist für die Seele erheblich wichtiger als alles, was ihr auf einer materiellen Ebene macht. Natürlich, macht das auf der materiellen Ebene, was von der Umgebung irgendwie erwartet wird, denn auch das spürt die Seele, wenn jetzt dort Konflikte auf dieser Ebene in großem Maße auftauchen.
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Teil 63 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung: Umgang mit Energiemangel

Wenn ihr merkt, dass ihr dann Energiemangel spürt oder spürt, ihr werdet plötzlich müde und oft ist es verbunden mit einem Hunger auf süß und länger zu schlafen. Das ist einfach ein Zeichen, dass die Seele Prana dort nimmt von euch. Wie gesagt, das ist wie ein letzter Liebesdienst, den man macht und den man gerne machen kann. Was dort empfohlen wird, ist, dass man in der Zeit dann mehr spirituelle Praktiken macht. Gerade wenn ihr merkt, dass ihr dort Energie abgesaugt bekommt, wäre es das Wichtigste, was ihr machen könnt, mehr Energie zu sammeln. Klassischerweise wäre es üblich, dass einer aus der Familie sich nicht mit dem Materiellen beschäftigt, sondern mehr meditiert, mehr Pranayama macht, Mantras singt, mehr betet, Rituale macht, um der Seele, die sich jetzt auf der Zwischenebene befindet, Kraft zu schenken. Und dann, jemand anderes kümmert sich um das Materielle.

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Teil 62 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Trauer oder keine Trauer?

Spirituelle Menschen spüren oft noch eine Gegenwart und sie spüren, dass der andere nicht tot ist und deshalb ist dann auch die Trauer nicht unbedingt da. Bei manchen ist sie auch voll da. Es ist nicht so, dass ihr unspirituell seid, wenn ihr in dem Moment Trauer empfindet. Aber es ist durchaus ein Phänomen, dass manche wenig Trauer empfinden. In unserem Kulturkreis wäre es dabei angemessen, dass man – mindestens wenn andere dabei sind – probiert, ein ernstes Gesicht dort zu machen. Das gehört dann praktisch zum Respekt für die anderen dazu, dass man die jetzt nicht in innere Konflikte stürzt: „Was habe ich doch für eine Schwester oder für eine Nichte oder Cousine usw.“
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Teil 61 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung: Meditation und spirituelle Praktiken

Und wenn jemand gestorben ist und man ihn begleiten konnte in diesen Momenten, dann würde man nachher die nächsten drei Tage mehr meditieren, man würde ihm Licht schicken, man würde ihm Kraft schicken und dann wird man vermutlich sogar spüren, wann der Moment gekommen ist, wann diese innere Verbindung nicht mehr da ist und eine neue Leichtigkeit kommt, dann hat die Seele die Bhur Loka verlassen und ist in Bhuva Loka eingegangen. Viele werden erfahren, wenn ein naher Angehöriger oder manchmal sogar ein ferner Angehöriger geht, dass sie irgendwo Energiemangel spüren. Viele, und das ist ein verbreitetes Phänomen, die sich irgendwo mit Yoga und Spiritualität beschäftigen, viele werden nicht so große Trauer empfinden. Also, ich kenne eine Menge von Menschen, die irgendwo sagen: „Es war komisch, als meine Mutter gestorben ist, habe ich gar nicht Trauer empfunden. Das war schon fast so, dass die anderen mir irgendwo vorgeworfen haben, ich habe meine Mutter nicht geliebt.
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Teil 60 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung im Moment des Todes

Wenn der Mensch dann tatsächlich stirbt, in dem Moment wäre es das Klügste, selbst mit dem Menschen zu beten, zu meditieren, evtl., wenn der Betreffende, der Sterbende einen konkreten Glauben hat, würde man ihn natürlich nicht konvertieren zu versuchen zu irgendwas anderes, sondern mit einem Gebet, mit dem er oder sie etwas anfangen kann. Im europäischen Kontext wird meistens empfohlen, dass man die Hand des Sterbenden hält in dem Moment. Es wird zwar dann passieren, dass eine Menge von Prana von einem abgezogen wird, aber ich meine, das ist ein letzter Liebesdienst, den man dem anderen durchaus gibt.
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Teil 59 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung: Sprich über Reinkarnation

Und dann das dritte wäre natürlich auch, dass ihr dann diese Tipps dann auch gebt und dann eben auch sagt: „Das ist so die Theorie, ein paar Tipps, die dabei sind, vielleicht willst du ein bisschen beten, vielleicht hast du irgendeinen Glauben. Hast du irgendwann mal eine religiöse oder spirituelle Praxis gehabt? Gibt es irgendein Buch, das du vielleicht brauchst? Gibt es irgendjemand, der dir das nahebringen kann?“ Oder ihr könnt selbst schauen, noch etwas Meditation lehren oder zusammen beten oder irgendetwas in der Art. Dann auch den Ratschlag geben: „Gibt es noch jemanden, den du noch sehen willst? Soll ich jemanden anrufen? Soll noch jemand kommen? Ich probiere es.“ Oder, wenn es nicht möglich ist, dann praktisch die Stelle des anderen auch einnehmen und sagen: „Wenn du willst, kannst du ja mit mir über diesen Menschen sprechen, der anscheinend jetzt nicht kommen will, aber dem du noch etwas mitteilen willst. Ich kann es auch aufschreiben und ihm vielleicht irgendwann geben oder schreibe es selbst auf und dann kann man es schicken.“ Oder, wenn er tot ist: „Schreibe es auf und dann werde wir das dann feierlich verbrennen und vielleicht erreicht den anderen diese Nachricht.“ Dann kann man auch über diese Zeit sprechen von Bhur Loka und auch raten: „Es heißt, wenn du stirbst, dass du dann in eine Zwischenebene kommst und wie ich meine Geschwister kenne, werden die furchtbar weinen und um dich trauern. Ich möchte dir sagen, vom Yoga-Standpunkt aus wäre es nicht deine Aufgabe, zu versuchen, diejenigen zu trösten, die auf der physischen Ebene bleiben. Wir werden schon alle zurechtkommen, auch wenn es uns in dem Moment sehr schlimm geht und große Trauer ist. Deine Aufgabe ist es dann, weiterzugehen. Schaue, wie du dort ein Licht siehst und wenn der Lichttunnel kommt, lass dich von ihm in die höheren Ebenen hineinführen.“
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Teil 58 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung: Über den Tod sprechen

Ein zweites, was man machen kann, ist, man kann mit Menschen tatsächlich über den Tod sprechen. Tod ist ein großes Tabuthema. Menschen sprechen über alles Mögliche, aber man spricht heutzutage kaum über Gott und man spricht kaum über den eigenen Tod. Vielleicht noch über andere Tode und über Krimis, aber über den eigenen Tod nicht. Und das ist das, was man auch weiß von der Palliativmedizin, Menschen, die wissen, dass sie sterben werden, die haben ein großes Bedürfnis, mindestens die meisten, über den Tod zu sprechen. Und die meisten Verwandten haben auch ein großes Bedürfnis, über den Tod zu sprechen, aber die Verwandten wollen den Sterbenden nicht daran erinnern und der Sterbende will die Verwandten nicht daran erinnern. Aber der Sterbende, der denkt dort ständig daran und die Verwandten denken auch ständig dran. Und so kann keine menschliche Tiefe entstehen, weil das große Bedürfnis von beiden nicht befriedigt wird. Und so wird empfohlen, durchaus anzusprechen. „Die Ärzte haben gesagt, du stirbst in einem halben Jahr, was sind deine Gedanken über Tod?“ Die Erfahrung von sehr vielen ist auch, jemand der weiß, dass er bald sterben wird, ist plötzlich ganz offen für spirituelle Fragen, ist plötzlich ganz offen auch für Reinkarnation. Nicht alle, aber relativ viele. Und dem kann man durchaus auch dann helfen. Wenn jemand noch lesen kann, kann man ihm ein Buch schenken über Reinkarnation oder über Leben nach dem Tod oder es gibt auch einen Kurzvortrag über Reinkarnation auf CD, den man dort abspielen kann. Es gibt auch einfach, dass man sich austauschen kann. Und ihr könnt auch die Dinge, die ich jetzt hier so sage, auch mal besprechen. „Du, ich habe jetzt gerade am 1. November, war ich in einer Yogaschule, da wurde der und der Vortrag gehalten. Ein paar Gedanken, an die ich mich erinnere, möchte ich dir gerade mal mitteilen, vielleicht sagen sie dir irgendwas. Vielleicht könnte das irgendwie helfen.“ Also, die Mehrheit der Menschen hat das Bedürfnis, über den Tod zu sprechen, wenn sie wissen, dass sie demnächst sterben werden, und es wäre gut, wenn diese Menschen das auch können.
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Teil 57 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung: Lebensgeschichte erzählen lassen

Es ist gut, sich z.B. von dem Menschen auch nochmal seine Lebensgeschichte erzählen zu lassen. Es hilft Menschen, mit ihrem eigenen Leben besser zurechtzukommen und ihr eigenes Leben besser zu akzeptieren, wenn sie nochmal ihre Lebensgeschichte erzählen, wenn man sie fragt: „Was waren die verschiedenen Schritte deines Lebens? Was war wichtig? Was waren die Höhepunkte? Was waren vielleicht die Tiefpunkte des Lebens? Wie war unsere Beziehung? Was habe ich für dich bedeutet?“ Und ausdrücken: „Was hast du für mich bedeutet.“ So können wir Menschen helfen, dass sie etwas mehr mit ihrem Leben und auch mindestens mit der Beziehung zu einem selbst zu einer Harmonie kommen, zu einer Akzeptanz hinkommen.
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Teil 56 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung: Vergebung

Und falls es irgendetwas geben könnte, wo der andere vielleicht denkt, er hätte sich falsch verhalten, ist es gut, dass man seine Vergebung auch in Worten ausdrückt. Manchmal hat man schon längst, man denkt gar nicht mehr daran, aber der andere denkt immer noch, dass er einem irgendwann mal was Schlechtes angetan hätte und das lastet dann irgendwo auf der Seele. Eventuell kann man den anderen auch fragen, ob es irgendwas gibt, was man selbst vielleicht besser nicht gemacht hätte, und um Vergebung bitten. Es ist eine gute Sache, in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, diese Sachen zu klären. Übrigens, viele von euch haben Eltern, die ein gewisses Alter haben. Irgendetwas in der Art empfehle ich euch, selbst wenn ihr nicht wisst, ob eure Eltern die nächsten fünf Jahre sterben, denn vielleicht bekommen sie irgendwann plötzlich einen Herzinfarkt oder plötzlich Alzheimer und dann sind solche Unterhaltungen nicht mehr möglich.
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Teil 55 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Sterbebegleitung

Was kann man tun, um Menschen zu helfen, die sterben, bzw. gestorben sind? Angenommen, jemand in eurer Umgebung weiß, dass er demnächst sterben wird, mindestens Ärzte meinen, das zu wissen. Es gilt Ähnliches, dass ihr diesen Menschen irgendwie begleiten könnt. Zum einen ist es gut, mit diesem Menschen nochmals zu sprechen, im Sinne von, man spricht nochmal, was man für Erfahrungen miteinander gemacht hat, wie es so gewesen ist, man drückt seine Dankbarkeit gegenüber diesem Menschen aus, was man alles dort gelernt hat.
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Teil 54 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.