Reinkarnation in verschiedenen Religionen

Reinkarnation ist nicht nur eine Theorie, die modern ist, sie ist auch nicht eine Theorie, die aus dem Osten wirklich stammt, sondern Reinkarnationstheorie haben Menschen seit Jahrtausenden in den verschiedensten Kontinenten gehabt. Gut, bekannt ist, dass fast alle fernöstlichen Religionen irgendwo von Reinkarnation ausgehen. Ob Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Taoismus, ich glaube auch Shintoismus, die alle gehen davon aus, dass man wiedergeboren wird. Die meisten der schamanistischen Kulturen gehen von Reinkarnation aus, einschließlich der meisten Aborigines-Kulturen, der meisten indianischen Kulturen, der meisten afrikanischen Kulturen, aber auch in unserem Kulturkreis war das durchaus üblich.

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Teil 18 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnationsforschung: Tonbandstimmen

In dieser Hinsicht gibt es jetzt nicht nur solche Vorführungen, sondern es gibt auch einiges an Forschungen, manche kennen vielleicht auch Tonbandforschung oder anderes, wo in einem Raum irgendwo ein Tonband aufgestellt wird – ich weiß nicht, ob das auch mit iPod funktioniert – und eigentlich ist der Raum leer und wenn man am nächsten Tag das Tonband dann abspielt, dann sind da irgendwelche Stimmen drauf, die zum Teil sogar konkret hörbar sind und mit konkreten Botschaften. Gut, das sind nur einige der Forschungen in Reinkarnation. Wen das interessiert, es gibt eine Menge an Literatur darüber und es ist durchaus mal gut, sich damit zu beschäftigen. Und dann kann man doch merken, für all diese Phänomene ist die Reinkarnationstheorie die eingängigste. Man könnte natürlich auch sagen irgendwo, man lebt nur einmal, aber es gibt irgendwo ein geistiges Kraftfeld und in das kann man hineintauchen und so kann sich der einzelne auch in frühere Leben hineinversetzen, ohne dass er selbst notwendigerweise früher gelebt hat. Wäre noch eine andere Erklärung, wer diese vorzieht. Ich meine, die Erklärung der Reinkarnation ist dort etwas nahe liegender.

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Teil 17 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnationstherapie, Hypnose und Channeling

Es kann sein, wenn man in diesem Leben Probleme hat, die man in diesem Leben schwierig lösen kann, vielleicht hilft es, wenn man sieht, das gab es schon mal in einem früheren Leben und vielleicht kann man dann schauen, „anstatt dass ich das jetzt ins nächste Leben noch weiter fortsetze, könnte ich es ja doch in diesem Leben versuchen, zu lösen“. Also diese, sie hieß Marilyn Zwaig-Rossner, und ich habe sie mehrmals erlebt, wenn der Swami Vishnu im Rahmen von einer Yogalehrerausbildung über Reinkarnation und Geister und parapsychologischer Phänomene gesprochen hat, hat er gerne die Marilyn eingeladen, die ja in Montreal gelebt hatte. Und eben bei einer dieser Vorführungen, die sie dann gemacht hatte, dort hat sie sich irgendwo in einen anderen Bewusstseinszustand begeben, dann hat sie schneller gesprochen und dann hat sie plötzlich auf jemanden gezeigt und hat dann gesagt: „Ich sehe über dir deine Großmutter. Deine Großmutter ist vor fünfzehn Jahren gestorben. Sie hatte dich vorher darum gebeten, dass du noch mal zu ihr hinkommst und du bist nicht gekommen. Du hast bis heute ein schlechtes Gewissen deshalb und sie möchte dir sagen, sie hat dir verziehen und es ist alles ok und du brauchst dir keine Sorgen mehr darüber zu machen.“ Oder: „Ich sehe über dir deine Frau. Sie ist vor zwölf Jahren in einem Autounfall gestorben. Ihr hattet euch vorher geschworen, wenn einer stirbt, dann wird der andere niemals mehr heiraten. Du hast dich inzwischen wieder verliebt und du würdest gerne heiraten, hast aber Gewissensbisse. Sie will dir sagen, es ist ok, dass du wieder heiratest.“ Also schon so konkret und innerhalb von zehn Minuten, das hat nie länger gedauert, innerhalb von zehn Minuten ist ein halbes Dutzend Menschen in Tränen ausgebrochen und sie hat die nie vorher gesehen.

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Teil 16 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnationsforschung: Hypnose

Es gibt dann auch noch den Fall von Erinnerung unter Hypnose. Manche von euch kennen den Ausdruck „Reinkarnationstherapie“, dass Menschen in ein früheres Leben hingeführt werden, was auch helfen soll, irgendwelche Probleme in diesem Leben zu lösen. Ich will hier allerdings sagen, man muss ein bisschen vorsichtig dabei sein, aus zwei Gründen: Ein Grund ist, die menschliche Psyche hat schon ein hohes kreatives Potenzial. Diejenigen, die sich an Träume erinnern können, wissen, jede Nacht träumen wir. Und manchmal träumen wir auch hoch faszinierende andere Leben. Und nicht jeder Traum ist eine Erinnerung an ein früheres Leben, wir haben eine gute Phantasie. Und deshalb, wenn man unter Hypnose oder im entspannten Zustand dort irgendwo suggeriert bekommt, „jetzt geh mal in der Zeit nach hinten und wenn du irgendwas siehst, dann geh dort hinein in dieses Gefühl“ und dann kommen plötzlich Bilder, man sieht sich irgendwo – das muss nicht unbedingt ein früheres Leben sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass das ein früheres Leben ist, wäre größer, wenn man sich an konkrete Ereignisse dann erinnert, konkrete Namen, vielleicht konkrete Orte und Jahreszahlen, und dann könnte man probieren, zum Standesamt hinzugehen oder alte kirchliche Aufzeichnungen anzuschauen, um dann zu schauen, gab es dort jemanden. Solche Fälle gibt es tatsächlich. Es gibt sogar Fälle, wo jemand dann in einer anderen Sprache spricht, die er bisher nicht kannte, in einem Dialekt, den es heute nicht mehr gibt. Also, diese Fälle sind selten, aber es gibt sie, und sie sind sicherlich ein Indiz, dass Reinkarnation doch etwas Realistisches sein könnte. Des Weiteren gibt es so genannte Channeling-Forschung. Das heißt, es gibt Menschen, die dann zu Channel-Medien werden, die gehen in irgendeine Trance rein und können dann in fremden Stimmen sprechen oder können Menschen dann irgendwelche Botschaften von Verstorbenen übermitteln. Und ich kann euch dazu von jemandem erzählen, den ich selbst kannte. Interessanterweise hat der Swami Vishnu uns zwar empfohlen, nicht in Reinkarnationstherapie zu gehen und auch nicht zu Channel-Medien, dennoch hat er mal in seinem Ashram ein Reinkarnationssymposium gehabt, wo ich war, wo es dann eine kollektive Rückführung gegeben hat. Und auch, eine seiner engen Schülerinnen war die bekannteste kanadische Hellseherin und Channel-Medium. Gut, also, warum er gesagt hat, dass wir normalerweise nicht zu Channel-Medien gehen sollten, werde ich vielleicht nachher noch ein bisschen mehr darauf eingehen, wir sollten nämlich nicht zu sehr zu den erdgebundenen Geistern hingehen, das ist weder gut für uns, noch für die Seelen, die sich im Zwischenzustand befinden. Ebenso, im Normalfall, für die meisten Menschen reichen die Probleme in diesem Leben, es ist nicht unbedingt nötig, die Probleme früherer Leben zu kennen. Es sei denn, es könnte vielleicht therapeutisch sinnvoll sein.br>

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Teil 15 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Ein Fall von Reinkarnation

Ich erzähle euch einfach mal so einen Fall. Das war so ein Fall in Algerien. Der hat das nämlich nicht nur in Amerika gemacht, sondern in verschiedenen Teilen der Welt. Dort gab es so ein junges Mädchen, das hat relativ früh angefangen, zu sprechen in einem leicht anderen Dialekt als in dem Dort üblich, und hat ständig gesagt, es muss zu ihrem Mann und sie muss sich um ihre Kinder kümmern. Das fanden natürlich die Eltern nicht so wahnsinnig toll, sie haben Angst gehabt, dass das Kind vielleicht verrückt ist oder dass es vielleicht besessen ist oder irgendetwas. Und irgendwann kam dann auch eine Frau und dann ist das Kind auf die Straße gerannt und hat dann gesagt – die Frau war eigentlich im Dorf nicht bekannt, die ist da nur durchgewandert – ist dort hingerannt und hat gesagt: „Das ist meine Nachbarin.“ Gut, aber die Eltern haben das Kind halt festgehalten und irgendwie hat der Ian Stevenson davon gehört, er ist dann zu dem Kind und hat das Kind gefragt zusammen mit seinem Research-Team. Und dann hat das Kind eben beschrieben, da und da war es, in so einem so und so aussehendem Haus und so viel Kinder hatte es, so hieß der Mann und hat dann noch beschrieben, im Autounfall ist sie gestorben, eines der wenigen Autos, das es dort gegeben hatte, da ist sie unter die Räder gekommen. Und sie hat dann auch noch beschrieben, dass sie eine kleine Mitgift bekommen hatte von ihrer Mutter, ein paar Goldmünzen, und die Mutter hatte ihr gesagt, diese Goldmünzen würden seit Generationen immer nur in weiblicher Folge weitergegeben und die Männer wüssten nichts davon, sie soll das verbuddeln. Die Männer würden das Geld nur verschwenden, aber für den Notfall hätte sie es dann. Da jemand aus dem Dort sich erinnern konnte an die eine Frau, die angeblich die Nachbarin war von dem Kind, konnte also das Dort gefunden werden. Und sowie sie in dem Dort waren, ist also dieses Mädchen zielsicher auf ein bestimmtes Haus hingegangen und dort waren tatsächlich eben ein Mann, der so aussah, wie das Kind beschrieben hatte. Dort waren auch inzwischen schon etwas ältere Kinder und sie hat zielsicher die Goldmünzen ausgebuddelt. Und irgendwo achtzig bis neunzig Prozent der Details, die sie beschrieben hatte, haben sich als wahr erwiesen. So gibt es also eine Menge von Fällen, wo Menschen sich so detailliert erinnern an Dinge, die nachher nachgeprüft werden können.

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Teil 14 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnationsforschung: Erinnerung an frühere Leben

Ein nächster breiter Zweig der Forschung sind die Erinnerungen von Menschen, die sich an frühere Leben erinnern. Da gibt es gar nicht so wenige. Es gibt ja zum einen Menschen, die das unter Hypnose tun und es gibt einige Kinder, die sich an frühere Leben erinnern, auch ohne Hypnose. Manche von euch kennen vielleicht das Buch von Ian StevensonReinkarnation“. Das war ein – ich weiß nicht, ob er heute noch lebt, ich habe ihn mal getroffen, aber das ist schon zwanzig Jahre her, da war er auch schon nicht mehr der Jüngste – Psychologieprofessor an einer amerikanischen Universität, der sich spezialisiert hat auf Forschung bei Menschen, die sich an frühere Leben erinnert haben. Sowie irgendjemand gehört hat, dass da irgendwo ein Kind wäre, das sagt, es könne sich an frühere Leben erinnern, dann ist er mit seinem Forschungsteam dort hin, hat dem Kind alle möglichen Fragen gestellt, und dann haben sie gesagt: „Nehmen wir mal an, das Kind erinnert sich an etwas, und gehen wir dort hin, wo das Kind meint, dass es vorher gewesen ist, und dann schauen wir mal, gibt es das.“ Und er hat dort, zu dem Zeitpunkt, als ich ihn gesehen hatte, hundert Fälle gesammelt, wo Kinder sich an ein früheres Leben erinnert haben, welches tatsächlich nachgewiesen werden konnte. Also, nicht nachgewiesen, dass sie es tatsächlich waren, aber man konnte nachweisen, ein Mensch hat so gelebt, wie die Kinder es beschrieben haben.

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Teil 13 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Alternative Erklärungen für Nahtoderfahrung

Ich habe ja gerade in den letzten zwei, drei Jahren mich mehr beschäftigt mit Hirnpsychologie und auch Versuchen der modernen Neurophysiologie, parapsychologische Phänomene zu erklären. Und da gibt es so eine Erklärung, die besagt, dass, wenn das Hirn nicht mehr genügend Sauerstoff bekommt, dann klingt es sich aus dem Alltag aus und dann schafft es irgendwelche Glückserfahrungen und Lichterfahrungen und dann nachher wird das Ganze so interpretiert und das ist wie so eine Art Selbsterhaltungstrieb, um lebensbedrohende Maßnahmen nachher in Glücksgefühle zu transferieren. Also irgendwo so eine Mischung von Selbstbetrug des Hirns bis irgendwo evolutionsmäßig sinnvoll bis irgendwo Synapsen funktionieren nicht mehr richtig. Da könnte man bis zu einem gewissen Grad sagen, es könnte vieles erklären, aber es kann eben einiges nicht erklären. Unter anderem, dass einige Menschen dann auch beschrieben haben, welche Operationen die Ärzte ausgeführt haben. Und obgleich sie kein medizinisches Wissen haben und obgleich sie ja klinisch tot sind, also nichts mitbekommen, was dort ist, mindestens physisch nicht, beschreiben sie, wie die Operation war, vielleicht sogar, welche Witze der Arzt dabei gemacht hatte oder die Schwestern, zum Teil beschreiben sie, dass sie den Raum verlassen haben und im Wartezimmer waren, wo die Verwandten waren, und sie beschreiben, welche Gespräche die Verwandten dort gesprochen haben. Also, das sind wiederum Erfahrungen, die nicht einfach mit Hirnproblemen erklärt werden können. Diese Nahtod-Forschung ist relativ weit verbreitet und legt nahe, dass es Bewusstsein geben kann, wenn der physische Körper tot ist, und dass es Wahrnehmung geben kann, die ohne physische Sinne funktioniert, dass Menschen etwas sehen können, auch wenn sie keinen Herzschlag haben und die Augen geschlossen sind. Und etwas sehen können, was nachher auch überprüfbar ist und was dann auch sich als wahr erweist.

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Teil 12 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnation Seminare im Seminarhaus

Du liest hier ja eine Menge über Reinkarnation, Sterbebegleitung, Leben nach dem Tod, Karma. Wenn du sehr daran interessiert bist, ist sicherlich der Besuch eines Seminars zu dem Thema in einem Seminarhaus anzuraten. So kannst du  Fragen stellen, dich mit anderen austauschen. Und manchmal können gerade Yoga-Seminare zum Thema Reinkarnation vieles erfahrbar machen. Wenn du eine gewisse Zeitlang dich mit dem Thema beschäftigst, dabei spirituelle Praktiken übst und eine reine Ernährung befolgst, werden die feinstofflichen Themen für dich eine Erfahrungssache.

Yoga Vidya z.B. bietet viele Seminare zu den Themen Reinkarnation und Karma an.

Reinkarnationsforschung: Nahtod-Erfahrung

Es gibt einige Forschungen, sagte ich vorher, die gemacht wurden, sowohl in der Parapsychologie, wie auch in der Psychologie, die in Richtung Parapsychologie geht, die nahe legt, dass dort etwas mehr ist mit Reinkarnation, als irgendwie nur ein Glaube unter vielen Möglichkeiten des Glaubens. Zum einen gibt es die so genannte Nahtod-Forschung. Ihr habt wahrscheinlich gehört von der Near-Death-Experience, manche von euch haben vielleicht auch schon „Ghost – Nachricht von Sam“ gesehen, wo dort – das ist aber mehr als eine Nahtod-Erfahrung. Wer von euch kennt das Buch von Raymond Moody, „Leben nach dem Tod“ auf Deutsch? Also einige. Das war in den 60er Jahren ein Bestseller. Und das war ein amerikanischer Kardiologe, der beobachtet hat, dass viele Patienten, die klinisch tot waren, anschließend erzählt haben, dass sie etwas erlebt hatten in der Zeit des Herzstillstandes. Also, sie wurden wiederbelebt und etwa ein Viertel der Menschen mit Nahtod-Erfahrung hat sich an irgendetwas erinnert. Viele Menschen haben sich erinnert, dass ein Licht gekommen ist, dass sie ihren physischen Körper verlassen hatten, dass sie Lichtwesen gesehen haben, dass sie durch ein Lichttunnel nach oben gegangen sind, dass irgendwelche verstorbenen Verwandten zu ihnen gekommen sind. Und das Interessante war, diese Erfahrungen waren unabhängig davon, was die Menschen geglaubt haben. Oder, diese Erfahrung haben ja Menschen auch heute weiter und zwar unabhängig davon, was Menschen glauben. Ob sie an Reinkarnation glauben oder denken, „nach dem Tod ist alles zu Ende“ oder an ewige Erlösung oder Verdammnis, unabhängig vom kulturellen Hintergrund, irgendwo diese Erfahrungen waren bei diesen Menschen ähnlich. Man könnte die jetzt hirnmäßig interpretieren.

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Teil 11 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Die Lehre von der Reinkarnation erklärt Erfahrungen

Reinkarnation erklärt aber auch eine Menge von Erfahrungen, die wir haben, und erklärt auch einige der Untersuchungsergebnisse, die die psychologische Forschung in den letzten vielleicht dreißig, vierzig Jahren gemacht hat. Also, zum einen einige Erfahrungen, die wir kennen. Manchmal sieht man einen Menschen und fühlt sich sofort vertraut mit diesem Menschen. Ich bin sicher, dass kennt ihr. Vom Standpunkt der Reinkarnation würde man sagen, höchstwahrscheinlich hat man schon mal in einem früheren Leben mit diesem Menschen zu tun gehabt. Oft versteht man ihn und weiß sogar, was er als nächstes sagen wird, wie er reagieren wird, und irgendwo ist dort eine intuitive Herzensverbindung. Eine zweite Erfahrung, die wir machen, ist auch, dass manche Menschen von relativ jungem Alter an bestimmte besondere Fähigkeiten und Talente haben. Bekannt ist Mozart, der mit ein paar Jahren Klavier spielen konnte, fast ohne es gelernt zu haben. Menschen, die so genannten Wunderkinder, die von Kindheit an etwas Besonderes können und beherrschen und vermutlich werden die meisten von euch sich daran erinnern, dass sie irgendetwas als Kind schon relativ schnell konnten. Dort kann man eben sagen, das hat man in seinem früheren Leben schon mal so oder in ähnlicher Weise gemacht, man hat es in einem früheren Leben noch nicht abgeschlossen gehabt und deshalb fängt man in diesem Leben relativ zügig damit an, um es dann zur weiteren Vollkommenheit oder Beherrschung zu bringen. Viele von euch wissen auch, es gibt bestimmte Perioden der Geschichte oder bestimmte Kulturen, die einen besonders faszinieren. Und auch das würde man so erklären, dort hat man vielleicht schon mal in einem früheren Leben gelebt. Sei es, in dieser Kultur, in dieser Zeit, in diesem Land. Man fühlt sich einfach vertraut. Irgendwo, man kommt dort hin und spürt irgendwie, es fühlt sich wie zu Hause an. Ich kann mich z.B. auch erinnern, als Kind, wann immer ich das Wort „Yogi“ oder „Yoga“ gehört hatte, hat es mich irgendwie fasziniert. Das war jetzt keine Zeit, mindestens dort wo ich war, ein kleines Dorf in Rheinhessen, dort war es jetzt nicht so, dass dort wirklich viel über Yoga bekannt war. Aber irgendwie der Ausdruck „Yogi“ hat mich schon fasziniert, irgendwo haben ich „Yogi-Bär“ gehabt – war damals irgendwo populär. Die Geschichten haben mich nicht fasziniert, aber irgendwie „Yogi“ und „Yoga-Bär“. Irgendwann habe ich mal ein Bild gesehen von jemandem, der im Lotussitz war, das fand ich ganz faszinierend. Dann hat irgendjemand irgendwelche Geschichten von den Yogis in Indien erzählt. Das waren zwar irgendwelche wirre Geschichten über Menschen, die auf Nagelbrettern gesessen haben und solche Sachen, mit Yoga also nichts zu tun hatten, aber irgendwie der Ausdruck hat mich fasziniert. Und als ich dann erstmals in ein Yogazentrum gekommen bin, mit siebzehn, das war dann in München, dort habe ich mich sofort zu Hause gefühlt. Ich habe nichts verstanden, was alles auf Sanskrit dort gesagt wurde. Es war gleich so ein Satsang, wo alle außer mir schon sehr lange sich damit beschäftigt haben, aber irgendwo habe ich gedacht, „jetzt bin ich Zuhause angekommen“. Da denke ich, da wird sicherlich etwas gewesen sein, Erinnerung an ein früheres Leben dort. Auf die ein oder andere Weise werdet ihr das kennen, dass etwas vertraut vorkommt, was eigentlich von diesem Leben einem nicht hätte vertraut sein können.

– Fortsetzung folgt –

Teil 10 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.