Himmel und Hölle als Leben nach dem Tod?

Gut, eine dritte Vorstellung, die Menschen entwickelt haben, ist die Vorstellung von Himmel und Hölle, aus der dann sogar ewige Verdammnis und ewiges Paradies wird. Und das gibt es nicht nur im Christentum, das gibt es auch im Judentum, das gibt es auch im Islam, wir finden die Vorstellung sogar in Teilen des Hinduismus und man findet sie auch in anderen Religionen. Wenn man aber darüber nachdenkt, dann müsste das schon ein sehr grausamer Gott sein, der so was zulässt. Wenn wir ein paar Jahrzehnte leben und dann vielleicht nicht in der richtigen Religion gewesen sind, und dafür wird Gott einen eine Ewigkeit in der Hölle schmoren lassen. Und eine Ewigkeit ist lange. Das sind nicht ein paar Dutzend, ein paar Jahrhunderte, ein paar Jahrtausende, Jahrmillionen, Jahrmilliarden. Selbst in unserem modernen Rechtsstaat gibt es das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Also, die Strafe muss im Verhältnis zum Verbrechen sein. Welches Verbrechen könnte so schlimm sein, dass man auf Ewigkeit in der Hölle schmoren würde? Und selbst unter den christlichen Pfarrern gibt es heute kaum noch einen – mindestens in Deutschland – die an ewige Verdammnis glauben.

– Fortsetzung folgt –
Teil 4 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnationslehre schlüssiges philosophisches Konzept

Ich meine, Reinkarnation ist zunächst mal auf einer philosophischen Ebene das für mich schlüssigste Konzept, was nach dem Tod ist. Zum einen entspricht es verschiedenen Erfahrungen, die wir als Mensch machen. Zum anderen entspricht es einigem, was wir irgendwo intuitiv fühlen. Dass das Leben uns irgendwie lehren will, dass wir wachsen können mit dem Leben, aber wir wissen auch, dass nicht alle Menschen, wenn sie sterben, die Vollkommenheit erreicht haben und alles erlebt haben. Wir haben ein tiefes Gerechtigkeitsgefühl und denken, irgendwie sollte auch Gerechtigkeit auf der Welt herrschen, aber wir wissen, wenn wir die Welt anschauen, so gerecht geht es dort nicht zu. Wir können entweder sagen, unsere intuitive Einstellung, was sein sollte, ist alles falsch. Irgendwo vielleicht eine evolutionsbiologisch, historisch nützliche, hilfreiche Illusion, aber kein Bezug in der Wirklichkeit, oder wir können sagen, da steckt doch irgendwo eine Intuition dort hinter. Glaube an Reinkarnation in Verbindung mit Karma, kann die großen Fragen nach Schuld, nach Sühne, nach Vergebung, nach Gerechtigkeit lösen, gibt dem Menschen einen tieferen Sinn, hilft uns zum einen, dass wir uns jetzt engagieren, aber ohne die Gefahr zu haben oder ohne die Angst zu haben, wir können vergangene Fehler niemals gut machen. Hilft uns, letztlich positiv unser jetziges Leben zu sehen und in die Zukunft zu schauen.

– Fortsetzung folgt –

Teil 9 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnation und Wiedergeburt – Zusammenfassung

Ich will zunächst beginnen, indem ich ein paar Sachen über Reinkarnation erzähle, ein paar Indizien von wissenschaftlichen Forschungen, die zeigen, dass vielleicht Reinkarnation mehr ist als nur ein Glaube. Es gibt einiges, was darauf hinweist, dass es mehr ist als das. Dann will ich etwas erzählen über die Geschichte des Reinkarnationsgedankens, der nicht nur in den östlichen Religionen verankert ist, sondern sehr wohl auch in der westlichen Kultur schon seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle spielt. Dann will ich einiges erzählen über die yogische Vorstellung über das Leben nach dem Tod. Daraus dann ein paar Tipps geben: Wie können wir uns auf den Tod vorbereiten? Was machen wir, wenn wir sterben? Wie können wir Menschen helfen, wenn sie sterben? Was können wir machen, wenn Menschen gestorben sind, um ihnen weiter zu helfen? Und dann will ich eingehen auf das Gesetz des Karma, das Gesetz von Ursache und Wirkung, welches uns beschreiben will, warum passieren uns die Dinge, die uns passieren und wie können wir selbst die Zukunft beeinflussen. Und letztlich, und das ist vielleicht noch wichtiger, wie können wir die Lektionen des Alltags umsetzen, sodass wir den Alltag nutzen, um auf dem spirituellen Weg voranzuschreiten. Also, eine ganz Menge, wir haben aber auch zweieinhalb Stunden dafür. Vermutlich werden wir zwischendurch mal kurz aufstehen, sodass ihr ein paar Yogaübungen machen könnt, um Gelenke und Rücken usw. zu entlasten, denn Yoga ist immer auch Praxis und Yoga will verbinden, tiefes Verständnis mit tiefer Kraft und Hingabe. Natürlich noch vorausschauend, alles kann man in zweieinhalb Stunden nicht behandeln. Wir haben ja auch im Yoga Vidya Seminarhaus Bad Meinberg und im Westerwald Wochenenden, also wo man ein ganzes Wochenende mit diesen Thema sich beschäftigt, Karma und Reinkarnation. Wir haben neuntägige Sterbebegleiter-Ausbildungen, die letztlich ja einen Teil von diesem Vortrag hier neun Tage lang behandeln. Also, alles geht nicht in zweieinhalb Stunden, aber es geht eine ganze Menge. Und ich vermute auch, dass die Mehrheit von euch sich ja schon beschäftigt hat mit dieser Thematik und deshalb hier sitzt, sodass ihr dort vielleicht einige zusätzlich Anregungen bekommt für das, was ihr bisher schon kennt.

– Fortsetzung folgt –

Teil 2 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnation und Leben nach dem Tod – verschiedene Vorstellungen

Gut, Reinkarnation. Es ist wichtig, dass man sich beschäftigt mit der Frage: „Was könnte nach dem Tod sein?“ Die Beschäftigung mit dieser Frage ist etwas, was Menschsein an sich ausmacht. Tiere beschäftigen sich vermutlich nicht mit Tod. Tiere leben mehr oder weniger halbbewusst in der Gegenwart. Der Mensch weiß, irgendwann wird er sterben, mindestens wird der physische Körper sterben, und bewusst oder unbewusst prägt die Vorstellung, was nachher ist, das Sein hier im Jetzt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, was man sich vorstellen kann, was nach dem Tod ist. Manche Menschen denken, dass mit dem physischen Tod alles vorbei ist. Mensch ist physischer Körper, Geist ist Hirn, und letztlich Persönlichkeit ist nur, wie Nervenzellen miteinander verdrahtet sind oder eher mit den Synapsen verbunden sind und das in Verbindung mit irgendwelchen Genen. Das ist Menschsein und dann, wenn wir sterben, dann sind wir tot. Das ist so eine Vorstellung, die Menschen haben, sie ist allerdings nicht sehr weit verbreitet. Selbst in materialistischer Kultur, in der wir ja durchaus leben, glaubt nur eine kleine Minderheit daran. Irgendetwas im Menschen wehrt sich dagegen. Eine zweite Vorstellung, die Menschen haben oder hatte, ist so die Vorstellung, dass nach dem Tod es irgendwie weitergeht, aber nicht so richtig. Unbewusst denken das so einige Menschen. Wer z.B. mal die griechischen Sagen gelesen hat, da gibt es dann dieses Schattenreich. Ich weiß nicht, wer von euch das mal gelesen hat, wie irgendwann der Odysseus dann das Schattenreich besucht und da sind all die alten großen Helden und die sind dort einfach nur irgendwo zu zehn Prozent da, kann man sagen, und sie freuen sich dann, wenn der Odysseus aus dieser Welt dort hin kommt. Auf unbewusste Weise denken das so einige. Die sagen: „Ja, ganz kann es nicht zu Ende sein, aber so richtig geht es auch nicht weiter.“ Ich finde das persönlich eine grässliche Vorstellung. Und so sollte man dann noch dazu eine Ewigkeit verbringen, dort irgendwo im halbbewussten Schattenreich.

– Fortsetzung folgt –
Teil 3 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnation, Leben nach dem Tod, Karma, Sterbebegleitung

Herzlich willkommen zur neuen Blog Artikel-Reihe über Karma und Reinkarnation. Das sich Beschäftigen mit Karma und Reinkarnation ist hilfreich, gibt dem Leben letztlich eine tiefe Perspektive und einen tiefen Sinn. Hier gibt es ja auch einen schönen Ankündigungstext und ich werde vielleicht gerade Teile daraus lesen, sodass wir alle wissen, was ich jetzt behandeln werde.
Die Beschäftigung mit Karma und den grundlegenden Gesetzen des Seins hilft zu einer lebensbejahenden Grundeinstellung. Die Reinkarnationslehre gibt dem Leben einen höheren Sinn und lässt uns zwischenmenschliche Beziehungen besser verstehen. Weitere Themen: Freier Wille oder Schicksal? Astalwelten und Astralwesen. Umgang mit dem Tod. Hilfe für Verstorbene.
Anmerkung: In diesem Blog wird meist das Wort „Reinkarnation“ verwendet. Reinkarnation kann man auch als „Seelenwanderung“  und auch als „Wiedergeburt“ bezeichnen.
Also eine Menge von wichtigen Themen.

– Fortsetzung folgt –

Teil 1 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Glaube an Reinkarnation : wo wann warum

Menschen auf der ganzen Welt glauben an Reinkarnation. In unterem Video erfährst du mehr darüber. Interessanterweise sind es nicht nur die Anhänger der östlichen Religionen Buddhismus, Hinduismus, Jainismus, Taoismus und Shintoismus, die an Reinkarnation glauben und geglaubt haben. Auch im alten Griechenland, im alten Rom, bei den Juden, Moslems und Frühchristen gab es viele Anhänger des Wiedergeburtsglaubens.

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Was bleibt, was vergeht, was war noch nie da – Tod und Vergänglichkeit

In unterem Video kannst du einer uralten Geschichte lauschen: Die Geschichte eines Rätsels, welches ein Yaksha dem Yudhisthira gestellt hat. Diese Geschichte stammt aus der Mahabharata. Du findest die Essenz dieser Geschichte auch in der Manu Smriti. Sie handelt von den Grundlagen des Menschseins, von Tod, Vergänglichkeit, Ewigkeit und Reinkarnation. Kurzes, aber sehr tiefgehendes Video mit Sukadev Bretz.

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Bharata, Jadabharata und das Reh – Reinkarnation und Verwirklichung

In unterem Video erzählt Sukadev eine der Lieblingsgeschichten seines Meisters Swami Vishnu-devananda: Die Geschichte, wie aus dem großen indischen König Bharata ein Reh wurde und dann ein scheinbarer Taugenichts, der in Wahrheit ein selbstverwirklichter Weiser war und einem anderen König den Weg zur höchsten Verwirklichung zeigte. So erfährst du einiges über Reinkarnation, Tod, Wiedergeburt – und die Wichtigkeit des letzten Gedankens vor dem Tod. Und natürlich: Verstricke dich nicht in Verhaftungen!

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Langfristig sind wir alle tot – eine Geschichte über Tod und Vergänglichkeit

Memento Mori – Gedenke des Todes. So siehst du die Dinge vor dem Hintergrund der Vergänglichkeit und der Ewigkeit. Das Nachdenken über den Tod kann der Beginn der Spiritualität sein – und die Grundlage für Verhaftungslosigkeit.

Sukadev erzählt in folgendem Video eine altindische Geschichte mit Jäger, Tiger, Ratten und Pythonschlange…

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