Reinkarnationsforschung: Erinnerung an frühere Leben

Ein nächster breiter Zweig der Forschung sind die Erinnerungen von Menschen, die sich an frühere Leben erinnern. Da gibt es gar nicht so wenige. Es gibt ja zum einen Menschen, die das unter Hypnose tun und es gibt einige Kinder, die sich an frühere Leben erinnern, auch ohne Hypnose. Manche von euch kennen vielleicht das Buch von Ian StevensonReinkarnation“. Das war ein – ich weiß nicht, ob er heute noch lebt, ich habe ihn mal getroffen, aber das ist schon zwanzig Jahre her, da war er auch schon nicht mehr der Jüngste – Psychologieprofessor an einer amerikanischen Universität, der sich spezialisiert hat auf Forschung bei Menschen, die sich an frühere Leben erinnert haben. Sowie irgendjemand gehört hat, dass da irgendwo ein Kind wäre, das sagt, es könne sich an frühere Leben erinnern, dann ist er mit seinem Forschungsteam dort hin, hat dem Kind alle möglichen Fragen gestellt, und dann haben sie gesagt: „Nehmen wir mal an, das Kind erinnert sich an etwas, und gehen wir dort hin, wo das Kind meint, dass es vorher gewesen ist, und dann schauen wir mal, gibt es das.“ Und er hat dort, zu dem Zeitpunkt, als ich ihn gesehen hatte, hundert Fälle gesammelt, wo Kinder sich an ein früheres Leben erinnert haben, welches tatsächlich nachgewiesen werden konnte. Also, nicht nachgewiesen, dass sie es tatsächlich waren, aber man konnte nachweisen, ein Mensch hat so gelebt, wie die Kinder es beschrieben haben.

– Fortsetzung folgt –

Teil 13 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnationslehre schlüssiges philosophisches Konzept

Ich meine, Reinkarnation ist zunächst mal auf einer philosophischen Ebene das für mich schlüssigste Konzept, was nach dem Tod ist. Zum einen entspricht es verschiedenen Erfahrungen, die wir als Mensch machen. Zum anderen entspricht es einigem, was wir irgendwo intuitiv fühlen. Dass das Leben uns irgendwie lehren will, dass wir wachsen können mit dem Leben, aber wir wissen auch, dass nicht alle Menschen, wenn sie sterben, die Vollkommenheit erreicht haben und alles erlebt haben. Wir haben ein tiefes Gerechtigkeitsgefühl und denken, irgendwie sollte auch Gerechtigkeit auf der Welt herrschen, aber wir wissen, wenn wir die Welt anschauen, so gerecht geht es dort nicht zu. Wir können entweder sagen, unsere intuitive Einstellung, was sein sollte, ist alles falsch. Irgendwo vielleicht eine evolutionsbiologisch, historisch nützliche, hilfreiche Illusion, aber kein Bezug in der Wirklichkeit, oder wir können sagen, da steckt doch irgendwo eine Intuition dort hinter. Glaube an Reinkarnation in Verbindung mit Karma, kann die großen Fragen nach Schuld, nach Sühne, nach Vergebung, nach Gerechtigkeit lösen, gibt dem Menschen einen tieferen Sinn, hilft uns zum einen, dass wir uns jetzt engagieren, aber ohne die Gefahr zu haben oder ohne die Angst zu haben, wir können vergangene Fehler niemals gut machen. Hilft uns, letztlich positiv unser jetziges Leben zu sehen und in die Zukunft zu schauen.

– Fortsetzung folgt –

Teil 9 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Yoga hilft in diesem Leben und dem Leben nach dem Tod

Das ist ja das Schöne am Yoga, Yoga hilft einem, das Leben jetzt gut zu leben, es hilft uns, jetzt mit mehr Energie, Enthusiasmus und mit mehr Entspannung, Freude, das Leben leben zu können. Es hilft uns in ein paar Jahren vielleicht, weiterhin gesund zu sein oder auch Jahrzehnten, oder gesünder zu sein, als wir es wären, ohne Yoga. Und Yoga hilft uns, gut zu sterben. Und die Behauptung ist, Yoga hilft uns auch, eine gute Zeit zu haben nach dem Tod, dann anschließend ein gutes Leben in einem neuen Leben oder noch besser, uns gar nicht mehr neu zu inkarnieren. Darauf werde ich gleich etwas näher drauf eingehen.

– Fortsetzung folgt –

Teil 7 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Allerlösung als Leben nach dem Tod?

Vor kurzem habe ich mich dort mit dem evangelischen Gemeindepfarrer unterhalten und der meinte irgendwo, er würde dort eher an die Allerlösung glauben. Irgendwo würden wir alle nachher erlöst werden. Alles andere wäre mit der Vorstellung eines liebenden Gottes nicht vereinbar. Das ist irgendeine Lösung dieses Problems. Aber eine für mich nicht wirklich befriedigende.

– Fortsetzung folgt –

Teil 5 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Himmel und Hölle als Leben nach dem Tod?

Gut, eine dritte Vorstellung, die Menschen entwickelt haben, ist die Vorstellung von Himmel und Hölle, aus der dann sogar ewige Verdammnis und ewiges Paradies wird. Und das gibt es nicht nur im Christentum, das gibt es auch im Judentum, das gibt es auch im Islam, wir finden die Vorstellung sogar in Teilen des Hinduismus und man findet sie auch in anderen Religionen. Wenn man aber darüber nachdenkt, dann müsste das schon ein sehr grausamer Gott sein, der so was zulässt. Wenn wir ein paar Jahrzehnte leben und dann vielleicht nicht in der richtigen Religion gewesen sind, und dafür wird Gott einen eine Ewigkeit in der Hölle schmoren lassen. Und eine Ewigkeit ist lange. Das sind nicht ein paar Dutzend, ein paar Jahrhunderte, ein paar Jahrtausende, Jahrmillionen, Jahrmilliarden. Selbst in unserem modernen Rechtsstaat gibt es das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Also, die Strafe muss im Verhältnis zum Verbrechen sein. Welches Verbrechen könnte so schlimm sein, dass man auf Ewigkeit in der Hölle schmoren würde? Und selbst unter den christlichen Pfarrern gibt es heute kaum noch einen – mindestens in Deutschland – die an ewige Verdammnis glauben.

– Fortsetzung folgt –
Teil 4 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Reinkarnation und Leben nach dem Tod – verschiedene Vorstellungen

Gut, Reinkarnation. Es ist wichtig, dass man sich beschäftigt mit der Frage: „Was könnte nach dem Tod sein?“ Die Beschäftigung mit dieser Frage ist etwas, was Menschsein an sich ausmacht. Tiere beschäftigen sich vermutlich nicht mit Tod. Tiere leben mehr oder weniger halbbewusst in der Gegenwart. Der Mensch weiß, irgendwann wird er sterben, mindestens wird der physische Körper sterben, und bewusst oder unbewusst prägt die Vorstellung, was nachher ist, das Sein hier im Jetzt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, was man sich vorstellen kann, was nach dem Tod ist. Manche Menschen denken, dass mit dem physischen Tod alles vorbei ist. Mensch ist physischer Körper, Geist ist Hirn, und letztlich Persönlichkeit ist nur, wie Nervenzellen miteinander verdrahtet sind oder eher mit den Synapsen verbunden sind und das in Verbindung mit irgendwelchen Genen. Das ist Menschsein und dann, wenn wir sterben, dann sind wir tot. Das ist so eine Vorstellung, die Menschen haben, sie ist allerdings nicht sehr weit verbreitet. Selbst in materialistischer Kultur, in der wir ja durchaus leben, glaubt nur eine kleine Minderheit daran. Irgendetwas im Menschen wehrt sich dagegen. Eine zweite Vorstellung, die Menschen haben oder hatte, ist so die Vorstellung, dass nach dem Tod es irgendwie weitergeht, aber nicht so richtig. Unbewusst denken das so einige Menschen. Wer z.B. mal die griechischen Sagen gelesen hat, da gibt es dann dieses Schattenreich. Ich weiß nicht, wer von euch das mal gelesen hat, wie irgendwann der Odysseus dann das Schattenreich besucht und da sind all die alten großen Helden und die sind dort einfach nur irgendwo zu zehn Prozent da, kann man sagen, und sie freuen sich dann, wenn der Odysseus aus dieser Welt dort hin kommt. Auf unbewusste Weise denken das so einige. Die sagen: „Ja, ganz kann es nicht zu Ende sein, aber so richtig geht es auch nicht weiter.“ Ich finde das persönlich eine grässliche Vorstellung. Und so sollte man dann noch dazu eine Ewigkeit verbringen, dort irgendwo im halbbewussten Schattenreich.

– Fortsetzung folgt –
Teil 3 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Bharata, Jadabharata und das Reh – Reinkarnation und Verwirklichung

In unterem Video erzählt Sukadev eine der Lieblingsgeschichten seines Meisters Swami Vishnu-devananda: Die Geschichte, wie aus dem großen indischen König Bharata ein Reh wurde und dann ein scheinbarer Taugenichts, der in Wahrheit ein selbstverwirklichter Weiser war und einem anderen König den Weg zur höchsten Verwirklichung zeigte. So erfährst du einiges über Reinkarnation, Tod, Wiedergeburt – und die Wichtigkeit des letzten Gedankens vor dem Tod. Und natürlich: Verstricke dich nicht in Verhaftungen!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=mzefFonJlps]

Neuer Blog zu allen Themen rund um Reinkarnation und Karma

Reinkarnation, Karma, Wiedergeburt… Was ist das? Und was soll Seelenwanderung sein? Gibt es das überhaupt? Oder ist das alles Unsinn und veralteter Aberglaube?

Darum soll es hier in diesem Seelenwanderungs-Blog gehen. Vielleicht hast du ja auch etwas dazu beizutragen… Allerdings: Ich habe erstmal die Kommentar-Funktion hier abgeschaltet. Ich will nicht so viel Zeit meiner wertvollen Reinkarnation mit dem Moderieren von Kommentaren verbringen.

Mal sehen, wohin mich diese Seelenwanderung bringt. Vielleicht erfahre ich noch bald eine Wiedergeburt als diskussionsfreudiger Blogger?

Jetzt will ich jedenfalls mein Karma ausarbeiten – und dieses Karma heißt jetzt erst mal diesen Blog, oder heißt es dieses Blog?, zu beginnen. Dann sehen wir weiter…