Tod und Reinkarnation – Teil 4

Tod und Reinkarnation – Die Geschichte von Bharata und dem Reh14 Kurzvortrag über Tod und Reinkarnation. Eine kleine inspirierende Geschichte über Tod und Vergänglichkeit – und Ewigkeit. Der letzte Gedanke für dem Tod ist wichtig – sagt die Reinkarnationslehre . Sukadev Bretz erzählt darüber eine Geschichte aus der Mahabharata. Es geht darum, wie König Bharata […]

Reinkarnation in Weltreligionen und Kulturen

Reinkarnation: Tod und Leben nach dem Tod in Weltreligionen und Kulturen Ein etwas theoretischerer Vortrag als sonst hier im Yoga Vidya Satsang-Podcast- Es geht um Philosophie- und Ideengeschichte zum Thema Tod … Sukadev behandelt folgende Frage: Welche Vorstellungen gibt es über Leben nach dem Tod? Sukadev spricht zunächst darüber, was es in den einzelnen Kulturen, […]

Leben und Tod

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgBeides bedingt einander, das Leben wie der Tod. Mit der Geburt eines Kindes ist der Tod bereits vorherbestimmt. Beide Wörter beziehen sich auf eine Wortspielerei des irdischen Lebens.

Eine materielle Hülle, der Körper mit einem Hauch von Lebendigkeit, dem Prana umschließt die Seele und das Selbst. Das Baby erfährt die Anpassung mit einem Schmerz – dem Schrei. Ein Leben das sich dem Kind nähert, zunächst in Liebe gebettet und Gottes Achtsamkeit.

Mit dem Erkennen des Ich – ein Ego das zur Abgrenzung dient, beginnt oft die Unwissenheit. Die materielle Welt wird erforscht, erfühlt und erfahren. Der Tod ist noch weit.

Die Aufmerksamkeit wird auf die erfahrbare Welt gelenkt, als Schöpfung Gottes und ein Erdenleben als Geschenk. Die Wahl der Eltern, die wohl die Seele bestimmt, fördert das Interesse an Wissen oder Sinnesgenuss. Ein Karma als Ursache für die Geburt, Prarabdha – Karma genannt, bestimmt den Weg der Seele. Es sind Ansammlungen von Handlungen aus früheren Leben. Als hohes Gericht könnte man diese Art der Entwicklung auch nennen – ein Ausgleich zu sündhaften Taten in der Vergangenheit. Jesus, Buddha, Moses und erleuchtete Meister wie Sivananda und Chidananda, die nach den Veden lebten, geben mit ihren Weisheiten Anleitungen zum rechten Sein. Der Pfad zur Vollkommenheit wird in der Bhagavad Gita beschrieben als Kampf auf dem Feld – Kshetra – in Form eines Dialogs von Krshna – der Inkarnation Gottes und Arjuna, einer entwickelten Seele. Das Feld einer Seele, dass im Außen vor ca. 5000 Jahren eine Berechtigung fand.

Folgen Menschen diesen Lehren, wird neues Karma verbrannt und erspart Agami – Karma, neue universelle Schwankungen im Leben, auch Sünden genannt. Unter Anleitung eines Meisters wird auch Sanchita – angesammeltes Karma verbrannt.

Die Entwicklungsphasen sind erforscht und benannt. Die Menschheit orientiert sich im heutigen Zeitalter weniger an Gottes Gesetzen. So wird Karma geschaffen, ähnlich wie ein Baum wieder Samen entwickelt. In Anpassung an die Natur gelingt dem einen oder anderen mehr und bringt ein langes irdisches Leben.

Der Tod nimmt dir die Erde, das Leben und auch das schöne Körperkleid. Ein Übergang der Seele zu einer meist himmlischen Welt, ohne Schmerzen in Stille. Gott nimmt das Prana, den Körper bekommt die Erde. Das essentielle Sein und Karma verbleiben in der immer weilenden Seele, die sich im nächsten Leben im Streben zu höherem Bewusstsein behaupten kann.

Als Yogi im tieferen Sinn mit einem Meister, der in Gnade dir Befreiung bringt, gelingt es dir vielleicht schon in diesem – die Befreiung vom weltlichen Rad, ein Baum ohne Ursache und Saat.

Artikel von Beate Wolfsteller,www.erkenntnis-durch-yoga.de

Tod, Trauerarbeit und Yoga

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgBis das der Tod uns scheidet – Yoga unterstützt Trauerarbeit. Sich von liebenden Menschen zu trennen fällt schwer, besonders wenn sie für immer mit dem Tod uns verlassen. Es fehlt die helfende Hand im Außen und bringt Seelenschmerz, welches sich in Trauer äußert. Integrales Yoga zeigt den Weg zum Erkennen, Heilen und Einen.

Die Erinnerungen sind noch präsent, ein ganz normaler Freitag-Abend vor ca. 13 Jahren. Meine Seele schrie nach Ruhe, bekam aber keine Resonanz. Geplant wurde ein deutsches Kulturwochenende, klassisch zur Befriedigung der Sinne. Schnell in ein Kinooutfit und die Fahrt führte in ein Kinocafe mit meinem Lebensgefährten an der Seite. Er genoss den Abend, meine Aufmerksamkeit entschwand aufgrund fehlender Energie. Der Film bot mir Laute und Bilder, ohne einen Zusammenhang. Nach dem Kinobesuch steuerte ich den roten Polo, Spannungen spürte ich im Innen und Außen. Eine gerade Landstraße offenbarte sich vor mir in einem leichten Nebel verhüllt. Plötzlich standen wir…ein Crash vor einem Baum. Es gab keine Nahtoderfahrung, jedoch den Wunsch des Überlebens, den der Verstand der Seele übermittelte.

Lähmungen in den Armen und Beinen spürte ich am nächsten Tag, ein Bewusstsein in Trance, ausgerichtet auf die Gebrechen des Körpers. Ich wurde operiert, meine Halswirbelsäule war lidiert und wurde mit einem Titannagel repariert. Gott hatte mich erhört, mein Leben war in guten Händen und verbrachte Stunden im Krankenhaus. Die Nachricht von Andreas Tod schockte sehr, er verschied am Unfallort.

Es waren Momente, die ich heute Erkenntnis nenne zu Seins-Fragen, dem Sinn des Lebens, den nicht jeder erkennt. Ein Traum Familienglück zu leben verlor seine Realität. Ich erkannte, dass die materielle Welt nur Facetten sind, denen es nicht lohnt nachzujagen. Vielleicht gab mir Gott noch die Chance, Marcus, meinen Sohn, aufzuziehen. Es sollte keine Seelensymbiose mehr in meinem Leben treten, das schwor ich mir.

Ein Anfang mit neuen Aufgaben, dem Geist gegenüber der Materie mehr Beachtung geben. Ein Gefühl der Schuld plagte mich jahrelang, welches ich mit Verpflichtungen deckelte. Trauer lebte ich anfangs nicht. Sie wurde in Arbeit „transzendiert“, das Fachwerkaus, dass unserem materiellen Ziel entsprach, wurde in Kleinarbeit und familiärer Hilfe fertiggestellt. Noch heute beschützt mich die Handarbeit von Andreas, ein Dachstuhl, liebevoll gefertigt vor äußeren Einflüssen.

Viele Jahre später wurde mir Yoga anvertraut, ein Übungssystem welches die Seele in Einklang bringt. Die regelmäßige Yogapraxis in einem Yogazentrum förderte den Zugang zum Unbewussten. Der Deckel sprang auf, meine Seele kam in Erinnerung und Trauer.

Es folgte erst nach ca. 7 Jahren professionelle Trauerarbeit mit geistigen Bildern und liebevollem Abschied. Träume vermittelten mir ein Ringen, Liebe in Schuld eingebettet.

Mit Yoga erklärt sich der Tod. Yoga eignet sich als Übungssystem der Seele näher zu kommen bzw. die Verbindung zu Gott zu erfahren. Die Entwicklung von Unterscheidungskraft zwischen dem Vergänglichen (Körper) und dem Unvergänglichen (Seele) gehört zu den Zielen. Für den Intellektuellen eignet sich der Weg des Jnana-Yoga, der mit Nachdenken zu Seinsfragen die Erkenntnis reifen lässt. Es handelt sich hier um die Vedanta, einer Wissenschaft, die über die irdischen Gesetze hinausgehen und letztendlich die Einheit proklamieren, das Sein. 

Yoga hilft den Menschen essentielle Lebensinhalte, Karma zu erkennen und Individualität zu entwickeln. Krankheiten und Tod gehören zum Leben, die Angst davor verliert seine Berechtigung. Die Bhagavad Gita, ein Werk das höchsten Yoga offenbart, verweist auf ein Verscheiden in Gedanken an Gott als Übergang zu einer „anderen Welt“. Sivananda (großer indischer Yogameister) beschreibt in seinem Werk „Göttliche Erkenntnis“ das Leben nach dem Tod als schmerzfreie Zeit, ähnlich unserem Tiefschlaf nach dem Verlassen unserer Kleider.   

Der Glaube zu Gott, der mich nach diesem Ereignis hält und führt bekam einen neuen Wert. Regelmäßig werden wir mit dem Tod konfrontiert, der zur Geburt gehört. Allein die Erinnerungen schmerzen.

Die heiligen Schriften geben mir Kraft, den göttlichen Kern, der zur Seele gehört in Worte beschrieben zu erfahren. Er bleibt unzerstört als Selbst, wie die Seele von Andreas auch. Die Erkenntnis den Tod als etwas Lebendiges zu begreifen unterstützt das Annehmen, die Trauerarbeit und die Liebe über den Tod hinaus.

Beate Wolfsteller

www.erkenntnis-durch-yoga.de

Löse dich von Identifikationen – Lebe verhaftungslos

Du bist nicht die Persönlichkeit, du bist nicht dein Denken und Fühlen. Das ist eine uralte sehr tiefe Weisheit, die verwirklicht werden kann. Darüber spricht Sukadev in diesem dritten Teil der Vortragsreihe Kaivalya, Befreiung – Yoga Sutra Kapitel 4. Wie kannst du diesen Zustand der Nichtidentifkation erreichen? Und was hat das alles mit Karma zu […]

Aufbruch ins Jenseits – Gastbeitrag von Lore Tomalla

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgManchmal führt eine Aufforderung zu einem Aufbruch. In mir bricht etwas auf, das eine Äußerung hervorruft. Jeden Tag habe ich ein Ziel. Jeden Tag habe ich eine Hoffnung. Jeden Tag beginne ich etwas.

Jeden Tag erhalte ich Angebote. Jeden Tag schicke ich Angebote raus. Jeden Tag hoffe ich auf eine Antwort.  Jeden Tag bemühe ich mich, positiv zu denken.

Im Moment sieht es so aus, aus ob alles stagniert.

Dem Unfall folgen zeitraubende Arztbesuche, ermüdende Wartezeiten. Der erfolgreichen  Operation folgt ein Heilungsprozeß,  Zeit und Geduld erfordernd.

Aufbruch zu neuen Taten?  Wenn die Gegebenheiten erfüllt sein werden.

Worauf warte ich noch?  Ich möchte noch so viel erledigen. Wie viel Zeit wird noch sein? Mit meiner Spontaneität falle ich meinen Mitmenschen auf die Nerven.

In Ihrem Alter?

Aufbruchsstimmung darf ich nur äußern in Richtung Tod. Das verstehen sie. Sie meinen, in meinem Alter hat man nur noch den Tod, das Ende, das Aus, vor Augen.

Wer sind Ihre Erben? Haben Sie ein Testament gemacht? Wo wollen Sie beerdigt werden? Welches Lied soll bei Ihrem Begräbnis gespielt werden? Was meinen Sie, gibt es ein Leben nach dem Tode? Wenn ja, was meinen Sie, wie das aussehen wird? Welche Jenseitshoffnung haben Sie?

Aufbruch ins Jenseits.  Vor dem Sterben habe ich keine Angst. Das schafft jedes Tier, warum sollte es mir Probleme bereiten? Was wird nach dem Sterben sein? Irgendeine sorgenfreie Lebensform, zeitlos, ohne Alltag.

Ich verschenke meine Bücher an Personen, die sich darüber freuen. Es braucht sehr viel Zeit, die Pakete zu packen. Alles gehst so langsam vor sich. Ich habe einen Gehwagen, mit dem bringe ich die Pakete zur Post. Jemand hilft mir, die Pakete auf den Tresen der Post zu heben, weil ich es nicht mehr schaffe. Bücher sind schwer.

Meine Mieter haben meinen Stromkasten abgeklemmt. Im Treppenhaus hängt ein Stromkabel, das versorgt ihre Wohnung mit dem Strom aus meinem Zähler. Ich zahle deren Verbrauch. Nun macht eine nette Hausverwalterin meine Arbeit. Sie informiert mich  regelmäßig über die Vorgänge im Haus. Ich bin ihr dankbar, weil sie sich so viel Mühe gibt und bezahle „nach Aufwand“. Es ist so besser.

Die Tage vergehen schleppend. Ich habe kleine Ziele vor Augen.  Hier eine Lesung, dort eine Matinee. Es ist alles andere als langweilig. Aber dann ist so ein Tag  plötzlich vorbei und ich habe wieder mal weniger geschafft, als ich mir vorgenommen hatte. Die Zeit verrinnt zähflüssig wie Lava. Mein Begehren, noch viel zu erledigen ist so heiß wie Lava. Das Ziel ist gleich: Lava fließt und fließt, bis sie erkaltet.

(Wir erhielten diesen Gastbeitrag von Lore Tomalla, einer Yogalehrerin, die schon über 80 Jahre alt ist).

Hatha Yoga Pradipika und Gheranda Samhita – Unsterblichkeit erreichen

reinkarnation-seelenwanderung.de_.jpgWie erreicht man Unsterblichkeit? Darüber sprechen und schreiben die vielen Yoga Texte. Das ist auch Thema der großen Yoga Texte Hatha Yoga Pradipika und Gheranda Samhita. Diese Texte schreiben immer wieder, dass der Yogi die Unsterblichkeit erreicht. Was aber ist unter Unsterblichkeit zu verstehen? Das wird manchmal sogar in Indien falsch verstanden. Manche meinen, die Hatha Yoga Texte sprechen von physischer Unsterblichkeit. Das ist natürlich nicht gemeint: Der physische Körper stirbt irgendwann – das ist sicher. Wenn in Hatha Yoga Pradipika und Gheranda Samhita von Unsterblichkeit die Rede ist, dann ist etwas anderes gemeint: Die Seele ist unsterblich. Die Hatha Yoga Übungen helfen, Körper und Geist durchlässig zu machen. Sind Körper und Geist durchlässig, dann erfährt der Yogi sein wahres Wesen. Und dieses wahre Wesen, Atman genannt, ist unsterblich.

Zusammenfassung: Karma, Reinkarnation und unendliches Bewusstsein

Zusammenfassung: Yogis sagen, wir sind unendliches Bewusstsein, Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit. Zu dieser Erfahrung werden wir alle hinkommen. Diese Erfahrung im Kleinen können wir auch jetzt schon machen. Diese Erfahrung vollständig zu machen, dazu verhilft uns das Leben. Dazu geht es nicht nur in einer Inkarnation, sondern in vielen Inkarnationen. Wir können anderen helfen, die sterben, wir können Menschen helfen, die leben, wir können Menschen helfen, die gestorben sind, und wir können selbst uns geschickt verhalten, um auf dem spirituellen Weg zügig und liebevoll voranzuschreiten.
Wir singen das Om Tryambakam, welches man auch für Verstorbene wiederholen kann. Wer das Mantra kennt, kann es mit wiederholen. Und wer jemanden kennt, der vor kurzem gestorben ist oder auch vor längerem und ihr habt das Gefühl, dass dieser Mensch vielleicht noch nicht den Übergang in die höheren Ebenen geschafft hat, könnt ihr an ihn oder sie denken. Und wer niemanden hat, der kürzlich oder vor längerem verstorben ist und vielleicht noch in der Nähe sich befindet, kann einfach Lichtenergie für alle Wesen überall hinschicken und vor allem zu den Wesen, die sich jetzt in diesem Raum versammelt haben, um Kraft zu bekommen, in die höhere Ebene.
Om Tryambakam Yajamahe
Sugandhim Pushtivardhanam
Urvarukamiva Bandhanan
Mrityor Mukshiya Maamritat
Dann wünsche ich euch weiter alles Gute auf der Reise zum Unendlichen und danke, dass ihr so zahlreich hier her gekommen seid. Und auch euch alles Gute und wer noch nicht in einem Yoga Vidya Seminarhaus war, kommt mal hin. In den Westerwald oder Bad Meinberg, im Herbst in es jetzt besonders schön, auch Weihnachten ist so eine besondere Zeit, zwischen den Jahren ist eine besondere Kraft, in so einem Yoga Ashram zu sein, ist eine schöne, spirituelle, kraftvolle Erfahrung. Und wer noch keine Yogalehrerausbildung hat, ich kann es euch nur empfehlen, im Januar fängt hier eine zweijährige an, da lernt ihr alle Aspekte des Yogas sehr tiefgehend und das kann den Alltag sehr gut bereichern.
Letzter Teil der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Warum passiert einem ein konkretes Karma?

Wenn einem etwas passiert, was man nicht so toll findet, hilft nicht weiter, zu fragen, „warum mir?“ Klüger ist es, sich bewusst zu machen: „Es passiert mir deshalb, weil es gut ist für mein spirituelles Wachstum.“ Dann kann man sich noch fragen: „Und welche Aufgabe habe ich?“ Manchmal ist es dann offensichtlich, manchmal auch nicht. Und manchmal müssen wir auch handeln, ohne sicher zu sein: „Ist jetzt eben Nachgeben richtig, loslassen, oder durchsetzen und mal Beharrungsvermögen zu zeigen?“ Aber wir können uns die Frage stellen: „Welche Lektion soll ich dadurch lernen? Welche Erfahrung mache ich, die ich ansonsten nicht machen würde? Welche Aufgabe habe ich dort? Was kann ich daran lernen? Wie müsste ich mich verhalten, dass ich in fünf Jahren oder zehn Jahren zurückblicke und sage, ich habe tatsächlich mich so verhalten, dass ich aus dieser Lektion viel gelernt habe?“ Und das, meine ich, hilft, dass ihr das Leben sinnvoll erlebt, dass ihr das Leben bewusster erlebt, dass Lektionen vielleicht langfristig auch etwas sanfter kommen können, denn ihr nehmt sie an, ohne dagegen anzukämpfen. Ihr quält nicht euren Geist mit der sinnlosen Frage des, „warum ich?“, sondern ihr nehmt die Lektionen an und wachst daran. Und ihr nehmt selbst die Lektion an, dass auch emotionelle Erfahrungen dazu gehören und manchmal kann die Lektion sein, dass ihr auch mal eine Weile wirklich grenzenlose Wut über einen Verrat von irgendjemand erfahrt, dass ihr auch mal tiefe Trauer empfindet, auch mal ärgerlich seid und mal spürt, wie das ist. Auch das gehört zum Leben dazu und wenn ihr das als solches erkennt, mag die Emotion und die Erfahrung in der Zeit intensiv sein, aber ihr könnt sie schneller überwinden. Und manchmal, in dem Moment, wo man erkennt, „meine Aufgabe ist es, durchaus auch Ärger in mir anzunehmen“, manchmal kann er in dem Moment verschwinden. Und solange ihr euch vorher ein schlechtes Gewissen gemacht habt, wie ihr das als spiritueller Aspirant mit solchen Emotionen begleitet, solange blieb die Empfindung, und als ihr sie angenommen habt, kann sie sich lösen.

– Fortsetzung folgt –

Teil 83 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.

Spende bei schlechtem Karma

Und wenn man vielleicht dann sogar spürt, „irgendwo wäre es dran, dass ich ein bisschen Geldverlust habe“, kann man ja das Geld spenden und dann ist es ein schöneres Gefühl vermutlich, als wenn es einem geklaut wird. Das gibt es übrigens, in der buddhistischen Karmalehre wird empfohlen, wenn man feststellt, in seinem Leben fängt etwas an, schiefzulaufen, sollte man schnell sich für irgendwas Gutes engagieren und eine größere Spende machen. Denn, was man freiwillig gibt, kann einem nicht genommen werden. Ein interessantes Konzept, finde ich mindestens. Und noch ein weiterer Gedankengang bezüglich Karma. Die Zeit hat jetzt nicht ausgereicht, dass ich jetzt verschiedene Untergesetze des Karmas gebrauche, wie Ursache-Wirkungszusammenhänge sind, wie die von einem Leben ins andere gehen, aber ich will noch eine kurze praktische Sache sagen.

– Fortsetzung folgt –

Teil 82 der Niederschrift aus einem Workshop mit Sukadev zum Thema „Reinkarnation und Karma“ in der Yogaschule Yoga Vidya Speyer.