Ideales Sterben

Was kann man machen, wenn man stirbt?

In der Bhagavad Gita wird beschrieben, wie ein idealer Sterbevorgang aussieht: Der Sterbende zieht den Geist zurück von allen äußeren Objekten. Er zieht den Geist nach innen, erst mal zum Herzen hin, zieht dann die Achtsamkeit hoch zum Punkt zwischen den Augenbrauen, wiederholt sein persönliches Mantra und mit dem Mantra im Geist und im Bewusstsein von Gott verlässt er den physischen Körper über das Ajna Chakra (drittes Auge) oder das Sahasrara Chakra (Scheitelzentrum). Wenn man das macht, kann man nachher in die höheren Astralebenen oder sogar Kausalebenen gehen, muss vielleicht noch nicht mal wiedergeboren werden.

Die meisten Menschen denken im Moment des Todes nicht an solche erhabenen Dinge. Selbst wenn sie vorher wissen, was im Tod auf sie zukommt, denken sie eher an die verstorbenen Verwandten. Sehr Verhaftetete denken an all das, was sie nicht loslassen können, wie Firma, Haus, Hobby-Sammlungen, und mehr noch die Zurückgebliebenen Familienmitglieder. Relativ viele Menschen lösen sich in den Minuten vor dem Tod von dem, was sie so festhält. Sie denken dann an die verstorbenen Verwandten. Dadurch, dass sie an die verstorbenen Verwandten denken, geschieht es, dass die verstorbenen Verwandten, die schon auf den höheren Ebenen der Astralebene sind, merken, dass dort jemand aus der Familie oder jemand ihnen Nahestehendes stirbt. Sie gehen sie dann auch etwas näher, um den Verstorbenen zu empfangen, die nach oben steigen will.

Tod

7. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Vorbereitung auf den Tod

Wie kann man sich vorbereiten auf den Tod?

Das normale ist, dass der Mensch weiß, dass er sterben wird. Das gibt es auch heute noch relativ oft. Menschen, die in Altenheimen arbeiten, gaben mir gesagt, dass relativ viele dieser alten Menschen so ein paar Tage vorher schon ankündigen, sie würden jetzt gehen. In früheren Zeiten war das noch üblicher, wo die Mehrheit der Menschen ja nicht im Krankenhaus gestorben ist und das Leben noch nicht künstlich noch eine Weile länger verlängert wurde. Ihr habt vielleicht schon viele Romane gelesen, wo der Patriarch oder die Mutter ein paar Tage vor dem Tod noch mal die ganze Familie zusammen gerufen hat.
Das normale wäre, dass der Mensch vorher weiß er wird jetzt bald sterben. Wenn er das weiß, oder eine klare Ahnung hat, wird folgendes empfohlen:  Er sollte dann noch seine Angelegenheiten, seinen Nachlass regeln, auch seinen geistigen Nachlass. Er kann mit engeren Verwandten und Freunden sprechen, vielleicht noch Aufgaben geben, Dinge weiter geben, Verantwortung abgeben, seine Weisheit noch weitergeben. Er sollte sich vielleicht noch versöhnen mit Menschen mit denen er sich vorher nicht so gut verstanden hat, um dann schrittweise dort loszulassen. Er sollte dann „Lebewohl“ sagen, und das Wohl seiner Angehörigen ganz Gott anvertrauen, im Bewusstsein, dass er seine irdische Aufgabe für dieses Leben erfüllt hat, und dass jetzt neue Aufgaben auf ihn warten.
Ideal wäre, dass er dann mit jemandem zusammen ist, der kurz vor dem Tod noch mal mit ihm betet oder über spirituelle Dinge spricht oder ihn aufklärt, was nach dem Tod ist. Er sollte auch spirituelle Bücher, heilige Schriften lesen. Ähnlich ist es in den meisten Weltreligionen, auch im Christentum, dass Kranke Besuch von Priester oder Pfarrer erhalten. Bei den Katholiken gibt es noch die letzte Beichte, Ölung etc. So kann der Mensch sich vor dem Tod lösen von allem. bevor er stirbt und dann im Moment des Todes kann er sich dann lösen von all dem.

Reinkarnation und Leben

6. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Indizien für Reinkarnation

Es gibt einige Indizien, die darauf hindeuten, dass die Reinkarnationslehre mehr ist als nur ein Glauben:

  1. Es gibt Kinder, die sich an frühere Leben erinnern. Der amerikanische Forscher Ian Stevenson von der University of Virginia hat zahllose Fälle dokumentiert, in denen gezeigt werden konnte, dass die Person, an die sich die Kinder als früheres Leben erinnern konnten, tatsächlich existierten
  2. In so genannten Rückführungen können Menschen von Reinkarnationstherapeuten in tatsächliche oder vermeintliche frühere Leben geführt werden
  3. Seit Raymond Moody sind die so genannten Nahtoderfahrungen vielfältigst untersucht. Diese legen die Vermutung nahe, dass Bewusstsein und Wahrnehmung ohne Gehirn und Sinne möglich ist
  4. Es gibt eine Reihe von Channel-Medien, die auch unter Laborbedingungen Dinge über Verstorbene erzählen können, die sie nie gekannt haben
  5. Viele Menschen machen in Tiefenentspannung, Meditation, Narkose, Koma oder geänderten Bewusstseinsstufen die Erfahrung, ihren Körper zu verlassen. Manche können anschließend beschreiben, was in einem Nachbarraum sich befindet. Manche haben das Gefühl, feinstofflichen Wesen zu begegnen
  6. Manche Menschen erscheinen einem auf den ersten Blick sehr vertraut, und es ist sofort eine enge Verbindung da. Das könnte darauf hindeuten, dass man diese aus einem früheren Leben kennt.

Trotz dieser Indizien kann man natürlich nicht sagen, dass Reinkarnation als bewiesen gelten kann. Es ist aber eine nahe liegende Hypothese. Vermutlich wird man aber erst davon überzeugt sein, wenn man entweder in einem geänderten Bewusstseinszustand seine früheren Leben selbst erlebt, oder dies nach dem Tod erfährt…

Tod

3. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt.

Vorstellungen für das Leben nach dem Tode

Historisch kann man verschiedene Vorstellungen für das Leben nach dem Tod feststellen:

  1. Nach dem Tod ist alles zu Ende. Diese materialistische Vorstellung widerspricht der Intuition des Menschen.
  2. Nach dem Tod geht es irgendwie weiter, aber weniger intensiv. Diese Vorstellung des Schattenreichs ist eigentlich eine schreckliche
  3. Nach dem Tod kommt man, sei es direkt, sei es nach dem jüngsten Gericht, entweder in den Himmel oder Hölle, je nachdem ob man tugendhaft genug war oder an das richtige geglaubt hat. Ewige Verdammnis in der Hölle erscheint bei logischem Nachdenken als unverhältnismäßig hohe Strafe bei einem doch sehr kurzem Erdenleben. Manche Menschen in den christlichen Kirchen versuchen heute, eine mitfühlenderes Modell zu entwickeln, wonach alle Menschen durch Jesu Tod irgendwann in den Himmel kommen. Dies wäre die vierte Vorstellung: Alle kommen nach dem Tod in den Himmel bzw. erfahren die Erlösung
  4. Man kann es nicht wissen, was nach dem Tod kommt. Wir leben jetzt unser Leben. Was nachher kommt, werden wir schon sehen. Diese Vorstellung klingt vernünftig, führt aber zu einer unterbewussten Grundangst, die immer kommt, wenn jemand stirbt, man selbst in Lebensgefahr gerät, oder größere Verluste erlebt werden.
  5. Die Vorstellung von Reinkarnation macht am meisten Sinn: Sie besagt, dass wir uns im Laufe vieler Leben entwickeln vervollkommnen. Dass unser bzw. unsere Leben sinnvoll ist bzw. sind. Dass jedes Leben in sich wichtig und wertvoll ist, dass wir aber keine Angst davor zu haben brauchen, nicht wieder gut zu machenden Schaden erzeugt oder etwas verpasst zu haben. Dem Bedürfnis des Menschen nach Sinn entspricht der Reinkarnationsglaube besonders stark.

Die Reinkarnationslehre war zu allen Zeiten die am weitesten verbreitete Vorstellung für das Leben nach dem Tod. Die östlichen Religionen Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, Jainismus gehen wie selbstverständlich davon aus. Die meisten shamanistischen Religionen sprechen davon. Unter den Ägyptern und den Griechen gab es ganze philosophische und religiöse schulen, die an Reinkarnation glaubten. Unter den Juden gab es schon um christi Geburt breite Kreise, die von Reinkarnation ausgingen. Im Mittelalter glaubten die jüdischen Kabbalisten, und in der Neuzeit die Chassidim an Reinkarnation.
Unter den Christen gab es eine Reihe von Kirchenlehrern, wie z.B. Origines, die an Reinkarnation glaubten. Es gibt Stellen in der Bibel, die darauf hindeuten, dass Jesus bzw. seine Jünger an Reinkarnation glaubten. Es gibt allerdings andere Bibelstellen, die das Gegenteil zeigen.

Tod

2. Teil eines Vortrags von Sukadev Bretz über Reinkarnation . Fortsetzung folgt

Tod und Om

In der Bhagavad Gita lehrt Krishna, dass der letzte Gedanke vor dem Tod besonders entscheidend ist. Krishna empfiehlt, beim Sterben Om zu wiederholen. Er empfiehlt in etwa Folgendes vor dem Tod:

  • Wenn du merkst, dass du stirbst, löse dich vom Vergänglichen
  • Ziehe deine Sinne nach innen
  • Bringe deine Bewusstheit ins Herz
  • Bringe Prana und Bewusstheit hoch zum Punkt zwischen den Augenbrauen
  • Wiederhole geistig OM und verlasse mit deinem Bewusstsein den physischen Körper durch das Ajna Chakra
  • Verschmelze mit dem Absoluten

Krishna erwähnt in der Bhagavad Gita noch mehr Details. Aber das sind zunächst mal die wichtigsten.

Also: Mit Om kann alles gut anfangen. Mit Om kann alles gute abschließen.